ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2008Psychotherapie: Die Folgen der Quote
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Vielen Dank für den Artikel zur Mindestquotenregelung für die Zulassung von ärztlichen Psychotherapeuten (ÄP), in dem die kontroversen Sichtweisen und Positionierungen von BMG, BÄK, KBV und Spitzenverbänden der Krankenkassen sowie des Berufsverbandes der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie einerseits und der Kammer der PP/KJP und der psychologischen Berufsverbände andererseits nachvollziehbar dargestellt werden. Leider fällt immer wieder unter den Tisch, dass noch zahlreiche Niederlassungsmöglichkeiten für PP bestehen – allerdings nicht in den attraktiven Großstädten, sondern vorwiegend in ländlichen Gebieten in den neuen Bundesländern. Ihre Schlussfolgerung, dass Patienten deshalb länger auf eine Psychotherapie warten müssen, weil die Quote vor zehn Jahren zu hoch angesetzt worden ist, kann ich allerdings nicht teilen: Dank der Quote für ÄP konnten sich in den letzten Jahren auch in Gebieten, die eigentlich gesperrt sind, noch weitere ÄP niederlassen, ohne dass die Wartezeiten dort aber tatsächlich kürzer wurden. Denn die Problematik, die dahintersteht, ist wesentlich komplexer: Solange z. B. immer von zur GKV-Behandlung zugelassenen Psychotherapeuten nur zwei bis drei Stunden pro Woche GKV-Behandlung erbracht wird, nützt die weitere Zulassung von PP überhaupt nichts!
Birgit Löber-Kraemer, Paul-Clemen-Straße 3, 53113 Bonn
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