ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2008Demenzerkrankungen: Füreinander da sein
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Die Vereinsamung der Menschen – vor allem in den Städten mit ihren Hochhäusern, vielfach Wohnungen, aber auch in Villenvierteln – nimmt zu. In manchen Häusern – gottlob nicht in allen – kennen sich die Bewohner nicht mehr. Man grüßt sich nicht, man spricht nicht miteinander, man kümmert sich nicht um den anderen. Wie gut täte oft ein gutes Wort, ein Gespräch, ein Miteinandergehen, beim Einkaufen helfen. Dabei haben wir immer mehr Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, aber noch keine Pflegestufe haben und sich eine Pflegekraft nicht leisten können. Die Zahl der hochbetagten Alleinstehenden und Pflegebedürftigen steigt . . . Da können kaum mehr genug berufliche Helfer zur Verfügung stehen. Wir müssen uns gegenseitig untereinander helfen, beistehen und unterstützen. Mit Recht sagt die Gesundheitsexpertin Dr. Marianne Koch: „Was wir wirklich brauchen ist ein anderes Miteinander der Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft.“ Eine große Hilfe wäre, in vielen Orten schon bestehende „Nachbarschaftshilfen“ in allen Gemeinden und Stadtbezirken auszubauen und zu fördern. Ihre Mitarbeiter sind ehrenamtlich – höchstens mit kleinen Zuwendungen – überkonfessionell, überparteilich und für jede Staatsangehörigkeit tätig. Sie kümmern sich um die Betreuung und Hilfe für ältere und behinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger, helfen Kleinkindern und Schulkindern beim Ausfall der Mutter, z. B. beim Arztbesuch, und schaffen bessere Beziehungen zwischen einheimischen und ausländischen Familien. Hier mitmachen und mithelfen bringt Freude ins eigene Leben und Lebensverbesserung für die Betreuten! . . .
Dr. med. Dr. phil. Erich Grassl, Seniorenvertreter Stadtbezirk 19, Schusterstraße 20, 81477 München
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