ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2008Sporttherapie: Fundiertes Wissen

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Sporttherapie: Fundiertes Wissen

Dtsch Arztebl 2008; 105(28-29): A-1558 / B-1344 / C-1312

Thünenkötter, Thomas

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Martin Halle, Arno Schmidt-Trucksäss, Rainer Hambrecht, Aloys Berg (Hrsg.): Sporttherapie in der Medizin. Evidenzbasierte Prävention und Therapie. Schattauer, Stuttgart, New York, 2008, 408 Seiten, gebunden, 69 Euro
Martin Halle, Arno Schmidt-Trucksäss, Rainer Hambrecht, Aloys Berg (Hrsg.): Sporttherapie in der Medizin. Evidenzbasierte Prävention und Therapie. Schattauer, Stuttgart, New York, 2008, 408 Seiten, gebunden, 69 Euro
Mit „Sporttherapie in der Medizin“ stellt ein Autorenkollektiv erfahrener Sportmediziner und Fachärzte verschiedener Richtungen ein Buch vor, dass sich nicht nur mit präventiver sportlicher Aktivität beschäftigt, sondern Sport konkret als evidenzbasierte ergänzende beziehungsweise alternative medizinische Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten versteht.

Der einleitende allgemeine Teil beschäftigt sich mit sportmedizinischen Begriffsdefinitionen sowie der Indikation und Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen bei Sporttreibenden nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften. Ferner wird Stellung zu Leistungstests als Voraussetzung für angepasste sportliche Aktivität und zur Verfolgung des Therapieeffekts bezogen. Der spezielle Teil widmet sich schwerpunktmäßig den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, der Niere sowie des Stoffwechsels. Die Darstellung sporttherapeutischer Aspekte bei verschiedenen Tumorerkrankungen, ausgewählten Erkrankungen aus dem neurologisch-psychiatrischen Gebiet sowie Infektions- und systemischen Gelenkerkrankungen rundet das Buch ab.

Da für viele Erkrankungen aber die wissenschaftliche Erkenntnislage hinsichtlich sporttherapeutischer Konzepte nur wenig fundiert ist, bleibt die Themenauswahl zwangsläufig selektiv. Alle Kapitel sind prinzipiell ähnlich aufgebaut: Nach einleitender Kurzdefinition, Beschreibung von Krankheitsstadien und Epidemiologie folgen Informationen zur Pathophysiologie, Diagnostik und zu klassischen Therapieansätzen. Die Bedeutung von Inaktivität für die Krankheitsbilder sowie physiologische Wirkmechanismen körperlicher Aktivität werden aus pathophysiologschen Erkenntnissen abgeleitet und in konkrete Trainingsempfehlungen mit zu erwartenden Wirkungen umgesetzt. Zuletzt werden jeweilige Kontraindikationen und potenzielle Komplikationen erläutert. Literaturangaben am Ende jedes Kapitels ermöglichen einen tieferen Einblick in die Thematik. Didaktisch ist das Buch sehr gut aufbereitet durch ansprechende Grafiken, Tabellen sowie schematische Therapiealgorithmen.

„Sporttherapie in der Medizin“ bietet Allgemeinärzten, Internisten und Ärzten aus anderen Fachrichtungen fundiertes Wissen für bewegungsorientierte Therapiekonzepte. Ebenso ist viel Wissenswertes zu finden für Ärzte, welche die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ anstreben. Thomas Thünenkötter
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