ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2008Praxisführung: Zahlungsverhalten lässt sich positiv beeinflussen

BERUF

Praxisführung: Zahlungsverhalten lässt sich positiv beeinflussen

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Offene Rechnungsbeträge sind ein Ärgernis für den Arzt. Tipps zur Abhilfe

In fünf Schritten könne jeder Arzt das Zahlungsverhalten von Privatpatienten verbessern, meint die Privatärztliche Verrechnungsstelle Rhein-Ruhr/ Berlin-Brandenburg (PVS):
- Zeitnahe Abrechnung. Die PVS empfiehlt eine zügige Abrechnung, möglichst im Monatsrhythmus für abgeschlossene Behandlungsfälle. Vielfach sei bei Ärzten auch gegenüber Privatpatienten noch die Quartalsabrechnung üblich.
- Übersichtliche Rechnung plus Überweisungsvordruck. Eine inhaltlich korrekte und gut lesbare Rechnung sowie ein beigelegter Überweisungsvordruck fördern ebenfalls die Zahlungsbereitschaft. Trotz des zunehmenden Onlinebankings und Automatisierung durch Überweisungsautomaten gehen bei der PVS immer noch mehr als 80 Prozent der Zahlungseingänge auf der Basis des bereitgestellten Überweisungsvordrucks ein.
- Auf Rückfragen eingehen. Auch die rasche Bearbeitung von Wünschen und Anliegen der Rechnungsempfänger trägt zur Beschleunigung des Zahlungsverhaltens bei. Häufig gibt es Rückfragen von Kostenträgern und Beihilfestellen oder Ratenwünsche von Patienten.
- Anschriftenermittlung. Deutliche Zahlungsverzögerungen können eintreten, weil die Rechnung an die Erstanschrift nicht zustellbar ist. Die schnelle Ermittlung einer neuen oder korrigierten Anschrift ist also eine wichtige Voraussetzung dafür, Zahlungsverzögerungen zu vermeiden.
- Konsequentes und termingerechtes Mahnverfahren. Der wichtigste Punkt ist das höfliche, aber konsequente und termingerechte Mahnverfahren. Viele Ärzte, die selbst abrechnen, haben auf diesem Gebiet gerade die größten organisatorischen oder sonstigen Hemmnisse, ein zeitgerechtes Mahnverfahren durchzuführen.
Nach eigenen Angaben verschickt die PVS jährlich 3,4 Millionen Rechnungen und verzeichnet bei 902 000 Mahnungen und 23 000 Mahnbescheiden 0,2 Prozent an Ausfällen. JF

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote