ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2008Angststörungen: Zusammenhang zwischen Kindern und Müttern

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Angststörungen: Zusammenhang zwischen Kindern und Müttern

PP 7, Ausgabe Juli 2008, Seite 318

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LNSLNS Zwischen Angststörungen von Kindern und deren Müttern gibt es häufig Zusammenhänge aufgrund von Vererbung, Modelllernen und angstbetontem Erziehungsverhalten. Psychologen der University of Reading/Großbritannien haben jetzt untersucht, ob die Ängste von Kindern nachlassen, wenn die Kinder und ihre Mütter gleichzeitig mit kognitiv-behavioraler Psychotherapie behandelt werden. An der Studie nahmen 22 betroffene Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren und deren Mütter teil. Zwölf Mütter waren ebenfalls angsterkrankt, und sechs von ihnen wurden parallel zu den Kindern kognitiv-behavioral behandelt. Es zeigte sich, dass die Ängste der Mütter die Ängste der Kinder verstärkten. Die Therapie der Kinder zeigte wenig Wirkung, wenn die Mütter zu Überbehütung neigten und ihre Ängste nonverbal zum Ausdruck brachten. „Aber auch durch eine Verbesserung oder durch das Verschwinden der mütterlichen Ängste verbesserte sich die Symptomatik der Kinder nicht“, so die Autoren. Sie schließen daraus, dass es wenig nützt, ängstliche Mütter gleichzeitig mit den Kindern zu therapieren und schlagen vor, an bestimmten, angstfördernden Verhaltensweisen der Mütter anzusetzen und diese zu verändern, um den Therapieerfolg bei den Kindern zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Studie haben aufgrund der kleinen Untersuchungsgruppe nur eingeschränkte Gültigkeit. ms

Creswell C, Willetts L, Murray L, Singhal M, Cooper P: Treatment of child anxiety: An exploratory study oft the role of maternal anxiety and behaviours in treatment outcome. Clinical Psychology and Psychotherapy 2008; 15: 38–44.
Cathy Creswell, School of Psychology, University of Reading, Whiteknights, Reading, RG6 6AL, UK, E-Mail: c.creswell@reading.ac.uk
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