ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2008Hausarztverträge: Ultimatum an die Krankenkassen

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Hausarztverträge: Ultimatum an die Krankenkassen

Dtsch Arztebl 2008; 105(30): A-1579 / B-1363 / C-1331

ddp; Korzilius, Heike

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LNSLNS Die Große Koalition will die Aufwertung des Hausarztes zum Lotsen im Gesundheitssystem entschiedener vorantreiben als bisher. Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge wollen Union und SPD den Krankenkassen deshalb ein gesetzlich verankertes Ultimatum stellen. Danach müssten alle 217 Kassen bis zum 30. Juni 2009 Verträge mit Vertretern der Hausärzte geschlossen haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt solle eine flächendeckende Versorgung für alle Versicherten sichergestellt sein, schrieb das Blatt.

Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz hatte der Gesetzgeber die Krankenkassen vom 1. April 2007 an verpflichtet, ihren Versicherten Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung anzubieten. Trotz dieser Verpflichtung seien solche Verträge aber nicht in ausreichender Zahl zustande gekommen, heißt es in der Begründung des Gesetzesantrags.

Dieser stärkt außerdem das Verhandlungsmandat der Hausärzte (siehe dazu „Seite eins“). Er sieht vor, dass die Krankenkassen Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung in erster Linie mit solchen Gemeinschaften abschließen, die mindestens die Hälfte der an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Allgemeinärzte vertreten. ddp/HK
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