ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2008MVZ: Angebot der TK nun auch in Hamburg

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MVZ: Angebot der TK nun auch in Hamburg

Dtsch Arztebl 2008; 105(30): A-1580 / B-1364 / C-1332

Rieser, Sabine

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Atrio-Med in Hamburg ist das zweite Medizinische Versorgungszentrum der Techniker Krankenkasse. Foto: HCM Health-Care Managers GmbH
Atrio-Med in Hamburg ist das zweite Medizinische Versorgungszentrum der Techniker Krankenkasse. Foto: HCM Health-Care Managers GmbH
So diskret wie in Köln ist es auch in Hamburg gelaufen: Eher unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Techniker Krankenkasse (TK) mithilfe eines Betreibers ihr zweites Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) namens Atrio-Med eröffnet. Seit dem 1. Juli arbeiten dort 13 angestellte Ärztinnen und Ärzte aus acht Fachrichtungen. Die TK hat begonnen, ihre rund 250 000 Versicherten vor Ort über das neue Angebot zu informieren. Das Besondere für sie ist nach Angaben der TK ein besserer Service. Zwar steht das MVZ allen Patienten für eine Behandlung offen, doch TK-Patienten sollen maximal eine halbe Stunde warten müssen und dürfen in einer eigenen „Wartelounge“ Platz nehmen: bei Info-Fernsehen, einem frischen Kaffee und Obst oder Snacks.

TK-Pressesprecher Hermann Bärenfänger betont, dass die medizinische Versorgung für alle Patienten gleich gut sei. Der TK sei für ihre Versicherten aber an kurzen Wegen und einer schnellen, zuverlässigen Diagnose gelegen. Hier biete das MVZ Vorteile. So hätten bis auf die Physiotherapie im Haus alle Zugriff auf die elektronische Akte eines Patienten. Kosteneinsparungen erhofft sich die Kasse bei den Arzneimittelverordnungen und durch einen Rückgang der Krankenhauseinweisungen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg hatte das Projekt zuvor kritisiert. KV-Vorstand Walter Plassmann bemängelte, dass die Betreiber Kassenarztsitze aufgekauft und verlegt hätten, ohne auf örtliche Versorgungsnotwendigkeiten Rücksicht zu nehmen.

Das erste MVZ der TK in Köln wird nach Angaben Bärenfängers „gut angenommen“. Genaue Daten sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Dann arbeitet möglicherweise schon ein drittes MVZ in Berlin. Rie
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