ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2008Prävention: Die Kostenfrage fehlt
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Ein wesentlicher Aspekt wurde in dem oben genannten Medizinreport nicht angesprochen – die Kostenfrage! In ONTARGET (Ongoing Telmisartan Alone and in Combination with Ramipril Global Endpoint Trial) wurde gezeigt, dass bei Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko Telmisartan (80 mg/d) und Ramipril (10 mg/d) hinsichtlich des kombinierten primären Endpunkts (kardiovaskulärer Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, Hospitalisation wegen Herzinsuffizienz) äquieffektiv sind. Aus allokationsethischer Sicht ist jedoch das preiswerteste Ramipril-Generikum (100 Tabletten zu 10 mg kosten nur 18,25 Euro) zu bevorzugen, da 98 Tabletten Telmisartan zu 80 mg den beachtlichen Preis von 104,78 Euro haben. Telmisartan und andere Sartane behalten also ihre Nischenindikation für die zwei bis fünf Prozent der Patienten, die ACE-Hemmer wegen therapierefraktären Hustens oder Angioödemen nicht vertragen.
Prof. Dr. Frank P. Meyer, Magdeburger Straße 29, 39167 Groß Rodensleben
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