ArchivDeutsches Ärzteblatt17/1997Humane spongiforme Enzephalopathien sind meldepflichtig

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Humane spongiforme Enzephalopathien sind meldepflichtig

EB

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LNSLNS BONN. Erkrankung und Tod an Formen der humanen spongiformen Enzephalopathien sind seit 1994 meldepflichtig. Wie das Bundesministerium für Gesundheit mitteilte, muß für die Meldung ein Formblatt verwendet werden, das vom Robert Koch-Institut erstellt wurde. Die Meldepflicht gilt nicht für familiärhereditäre Erkrankungen wie das Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndrom und erbliche Formen der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.
Zur Meldung verpflichtet sei jeder Arzt, der mit dem Kranken befaßt ist. Die Meldung müsse innerhalb von 24 Stunden dem für den Patienten zuständigen Gesundheitsamt erstattet werden. Eine Meldepflicht bestehe auch für die Leiter von öffentlichen und privaten Untersuchungsstellen. Das Gesundheitsamt leite die Meldung in anonymisierter Form über die zuständigen Landesbehörden an das Robert Koch-Institut (RKI) weiter. Wie das Ministerium weiter mitteilt, wurden (dem RKI) von 1994 bis Ende 1996 140 histologisch gesicherte oder klinisch wahrscheinliche Erkrankungen und Sterbefälle an nicht familiär bedingter Creutzfeldt-JakobKrankheit gemeldet. Die Häufigkeit (1 : 1 000 000) liege damit in derselben Größenordnung wie in anderen europäischen Ländern. Die zuerst in Großbritannien beobachtete neue Variante konnte in Deutschland bisher, so das Ministerium, nicht nachgewiesen werden. EB
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