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Dtsch Arztebl 2008; 105(30): A-1624

EB

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LNSLNS Rote-Hand-Brief zu Exjade® – Novartis-Pharma informiert über aktualisierte Sicherheitsaspekte hinsichtlich seines Präparats Exjade (Wirkstoff: Deferasirox), eines oral wirksamen Chelatbildners mit hoher Selektivität für dreiwertiges Eisen. Der Wirkstoff ist zugelassen zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung aufgrund häufiger Transfusionen, oder wenn die Gabe von Deferoxamin kontraindiziert oder unangemessen ist. Nach Herstellerangaben sind im Zusammenhang mit der Gabe von Deferasirox vermehrt Fälle von Leberfunktionsstörungen, gastrointestinalen Blutungen und Ulzera sowie renalen Tubulopathien aufgetreten. Die medizinischen Fachkreise werden gebeten, jeden Verdacht auf eine unerwünschte Wirkung im Zusammenhang mit der Anwendung von Exjade zu melden. Kontaktinformationen: Novartis-Pharma GmbH, Infoservice, 90327 Nürnberg, Telefon: 0 18 02/23 23 00 (sechs Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz), Fax: 09 11/2 73-1 26 53.

Rote-Hand-Brief zu Avastin® in Kombination mit Sunitinibmaleat – Die Roche-Pharma AG weist in einem Rote-Hand-Brief die Fachkreise auf neue, sicherheitsrelevante Erkenntnisse bezüglich der gleichzeitigen Anwendung von Avastatin (Bevacizumab) mit Sunitinibmaleat hin. In einer Dosisfindungsstudie der Phase I, in der Avastin zusammen mit Sunitinibmaleat in ansteigender Dosierung bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom angewendet wurde, traten bei fünf von zwölf Patienten, die die höchste Dosis an Sunitinibmaleat erhalten hatten (50 mg einmal täglich), Laborwertveränderungen auf, die auf eine mikroangiopathische hämolytische Anämie schließen ließen. Zwei der Fälle wurden als schwer eingestuft. Doch innerhalb von drei Wochen nach Absetzen beider Arzneimittel waren die Symptome ohne zusätzliche Interventionen reversibel.
Roche weist darauf hin, dass Avastin bisher noch in keiner Indikation in Kombination mit Sunitinibmaleat zugelassen ist. Die gegenwärtig vorliegenden Daten lassen noch keine abschließende Sicherheitsbeurteilung der gleichzeitigen Anwendung von Avastin mit Sunitinibmaleat zu.
Für weitere Fragen steht die Roche- Pharma AG zur Verfügung unter Telefon: 0 76 24/14-20 75, Fax: 0 76 24/20 26.

Roche-Pharma stellt die HIV-Forschung ein – Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wird Roche-Pharma die HIV-Forschung einstellen. Der Grund: Keines der Medikamente, die derzeit in der klinischen Prüfung sind, stelle einen bedeutsamen Fortschritt im Vergleich zu schon existierenden Substanzen dar. Die drei HIV-Medikamente, die Roche bisher vertreibt (T-20, Nelfinavir und Saquinavir) werden weiter hergestellt. Das Gleiche gilt für die bestehenden HIV-Diagnostika.

Somatostatin-Analogon zur Selbstinjektion zugelassen – Das Präparat Somatuline Autogel® (Ipsen-Pharma) kann nach angemessenem Training jetzt auch selbst oder durch eine nahe stehende Person injiziert werden. Die Zulassungsstudie zeigt, dass die Selbstinjektion ebenso effektiv und zuverlässig wirkt, wie die Injektion durch den Arzt oder eine geschulte Helferin. Patienten mit Akromegalie oder neuroendokrinen Tumoren können dadurch ihr Leben unabhängiger gestalten. EB
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