ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2008Exzellenzinitiative: Eckpunkte zur Weiterentwicklung vorgelegt

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Exzellenzinitiative: Eckpunkte zur Weiterentwicklung vorgelegt

Dtsch Arztebl 2008; 105(31-32): A-1640 / B-1416 / C-1384

Hibbeler, Birgit

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Mehr Geld für Spitzenforschung fordern Wissenschaftsrat und Forschungsgemeinschaft. Foto: dpa
Mehr Geld für Spitzenforschung fordern Wissenschaftsrat und Forschungsgemeinschaft.
Foto: dpa
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) haben ein Eckpunktepapier zur Zukunft der Exzellenzinitiative vorgelegt. Demnach soll die Initiative über das Jahr 2011 hinaus fortgesetzt und die Fördermittel um 20 bis 30 Prozent erhöht werden. Die Eckpunkte sehen eine Beibehaltung der drei Förderlinien – Graduiertenschulen, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte – vor. Das Auswahlverfahren soll auch künftig wettbewerblich organisiert sein. Für die kommenden Ausschreibungsrunden sollen die gleichen Kriterien gelten wie bisher. Wichtig sei dabei ein fairer Wettbewerb zwischen Fortsetzungs- und Neuanträgen. DFG und WR werten die Exzellenzinitiative als Erfolg. Die Erwartungen seien bereits übertroffen worden. „Die Rahmenbedingungen für Spitzenforschung, insbesondere innerhalb der geförderten Universitäten, haben sich verbessert“, heißt es in dem Papier. Der Wissenschaftsstandort Deutschland werde außerdem viel stärker wahrgenommen.

Der WR hat unterdessen auch ein Konzept zur Verbesserung der Lehre vorgelegt. Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Hochschulsystems hänge nicht zuletzt von einer neuen Lehrkultur ab, sagte der WR-Vorsitzende, Prof. Dr. Peter Strohschneider. Qualität in der Lehre müsse stärker anerkannt werden. „Das bedeutet einen Mentalitätswechsel: Leistungen in der Lehre müssen das gleiche Ansehen in Wissenschaft und Öffentlichkeit genießen, wie Erfolge in der Forschung“, erklärte er. Der Rat empfahl unter anderem, dass sich Lehrende regelmäßig didaktisch fortbildeten. Es müssten Anreize für eine gute Lehre geschaffen werden. BH
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