ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2008Kinder- und Jugendärzte: U7a ist „Vorsorge light“

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Kinder- und Jugendärzte: U7a ist „Vorsorge light“

Dtsch Arztebl 2008; 105(31-32): A-1640 / B-1416 / C-1384

Griebenow, Berit

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Die Kinderärzte kritisieren die Inhalte der neuen U7a. Foto: Joker
Die Kinderärzte kritisieren die Inhalte der neuen U7a. Foto: Joker
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) kritisiert die Inhalte der Vorsorgeuntersuchung U7a, die der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) vor Kurzem erarbeitet hat. Zwar schließe die neue Vorsorgeuntersuchung die Lücke zwischen der U7 mit zwei Jahren und der U8 mit vier Jahren, das Konzept der U7a orientiere sich aber an den „völlig veralteten bisherigen Vorsorgeuntersuchungen aus den 70er-Jahren“, erklärte bvkj-Präsident Dr. med. Wolfram Hartmann.

Die Vorschläge des Verbands zur Primärprävention und sozial bedingten Morbiditäten würden ignoriert, Kindesmisshandlung und -vernachlässigung unzureichend erfasst. „Wir müssen weg von dem alten Konzept der Früherkennung, also dem frühestmöglichen Erkennen bereits vorhandener Erkrankungen, hin zum Konzept der Verhinderung von Krankheitsentstehung“, betonte Hartmann.

Nun liege es an der Bundesregierung, Druck auf den G-BA auszuüben, die Konzeption für die U7a zu überarbeiten, damit alle Kinder und Jugendlichen gleich versorgt werden. Privat versicherte Kinder können schon heute eine umfassende Vorsorge in Anspruch nehmen. BG
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