ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2008Approbationsentzug 1938: Zerrissene Biografien

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Approbationsentzug 1938: Zerrissene Biografien

Dtsch Arztebl 2008; 105(31-32): A-1642 / B-1418 / C-1386

Gerst, Thomas

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LNSLNS Zum 30. September 1938 wurde allen jüdischen Ärzten in Deutschland die Approbation entzogen. 70 Jahre später erinnert eine Ausstellung im Foyer der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns an diesen Akt der Diskriminierung. Bei der Ausstellungseröffnung in München am 25. Juli wies der Vorstandsvorsitzende der KV Bayerns, Dr. med. Axel Munte, auf die Notwendigkeit hin, sich als ärztliche Standesorganisation mit diesem Thema zu befassen. Zu lange habe die Ärzteschaft es nach Kriegsende versäumt, sich mit den eigenen Verfehlungen auseinanderzusetzen. „Die Ärzteschaft hat die Verpflichtung, sich auch den düstersten Kapiteln ihrer Vergangenheit zu stellen. Ich hoffe, dass auch viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit nutzen, sich mit dem Thema zu befassen“, sagte Dr. med. Christoph Emminger, Vorsitzender des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbands München.

Die Ausstellung kann bis zum 29. August an Werktagen im Foyer der KV Bayerns besucht werden. Vom 24. September bis 16. Oktober wird sie im Kulturzentrum Gasteig in München zu sehen sein. TG
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