ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2008Integrierte Versorgung: Nur wenige Verträge in der Psychiatrie

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Integrierte Versorgung: Nur wenige Verträge in der Psychiatrie

PP 7, Ausgabe August 2008, Seite 341

Bühring, Petra

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LNSLNS Psychisch Kranke haben ein hohes Risiko chronischer oder rezidivierender Krankheitsverläufe und durchlaufen während der Therapie alle Versorgungssektoren. „Für die integrierte Versorgung sind sie deshalb geradezu prädestiniert“, sagte Prof. Dr. med. Jürgen Fritze, gesundheitspolitischer Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde bei einer Veranstaltung zur integrierten Versorgung (IV) von Astra-Zeneca in Berlin.

Aktuell werde die Möglichkeit, IV-Verträge abzuschließen, in der Psychiatrie „viel zu wenig genutzt“. Nur 78 von inzwischen 5 000 IV-Verträgen kämen psychisch Kranken zugute. Gleichzeitig endete dieses Jahr die Anschubfinanzierung der IV-Modelle. Fritze sieht die Gefahr, dass „die Chance von integrierter Versorgung vergeben wird“. Für die Krankenkasse sei es wichtig, bereits vor Vertragsabschluss abschätzen zu können, ob die in den IV-Modellen vorgeschlagenen Strukturen „das Potenzial haben, die Versorgung zu verbessern und die Effizienz zu steigern“, sagte Roland Dieckmann, Gesundheitsökonom und Referent des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) Hamburg. Besonders achteten die Kassen bei der Ausgestaltung der Verträge auf eine leitlinienkonforme Therapie, einheitlich definierte Behandlungsabläufe sowie auf eine schnellere Diagnostik und Behandlungseinleitung. Die DAK habe bereits mehr als 400 IV-Verträge abgeschlossen; 70 davon für psychische Erkrankungen, zum Teil mit anderen Kassen zusammen. PB
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