ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2008RANDNOTIZ: Die Qual der Wahl

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RANDNOTIZ: Die Qual der Wahl

Sonnenmoser, Marion

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LNSLNS Das Bedürfnis, sich persönlich kennenzulernen und auszutauschen, scheint unter Psychologen trotz E-Mail und Chatroom ungebrochen. Dieser Eindruck drängte sich beim 29. Internationalen Kongress für Psychologie im Juli in Berlin geradezu auf: Statt der üblicherweise vier- bis fünftausend Teilnehmer hatten sich diesmal 10 260 Teilnehmer aus 110 Ländern registriert. Ein neuer Rekord! Mit mehr als 7 000 Vorträgen, Symposien, Posterpräsentationen und anderen wissenschaftlichen Veranstaltungen war das Angebot allerdings erschlagend, sodass die Wahl gelegentlich zur Qual wurde. Bekannte Größen wie Michael Posner oder Philip Zimbardo durften natürlich nicht fehlen. Sie zogen die Zuhörer wie Magneten an, sodass die Vortragssäle zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden mussten. Aber auch die anderen Redner konnten sich über mangelndes Publikum nicht beklagen. Die Mehrzahl der Beiträge widmeten sich dem Thema „Emotionen“. Erfreulich war die hohe Anzahl junger Wissenschaftler, von denen die meisten in fließendem Englisch vortrugen und debattierten. Die Kongresssprache Englisch erwies sich aber auch als Brücke zwischen den vielen Nationen und Kulturen, die auf dem Kongress präsent waren, sodass die Kommunikation reibungslos funktionierte. Die Föderation deutscher Psychologenvereinigungen präsentierte sich als kompetenter Veranstalter und Gastgeber, der nicht nur ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellte, sondern auch eine beachtliche Organisationsleistung vollbrachte. Der nächste Weltkongress findet in vier Jahren in Kapstadt (Südafrika) statt und wird hoffentlich auf genauso viel Interesse stoßen.

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