ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2008Hartmannbund: Keine Bereitschaftsdienste für Eltern

BERUF

Hartmannbund: Keine Bereitschaftsdienste für Eltern

Dtsch Arztebl 2008; 105(33): [138]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Angesichts des zunehmenden Ärztemangels in den Kliniken appelliert der Hartmannbund an die Krankenhausträger, sich auch durch besonders familienfreundliche Initiativen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal zu positionieren. „Die Chancen einer zunehmenden Verweiblichung des Arztberufs müssen nicht nur erkannt, sondern auch ergriffen werden“, sagt Dr. med. Kuno Winn. Der Vorsitzende des Hartmannbundes schlägt den Klinikbetreibern vor, zu prüfen, inwieweit werdende Mütter und junge Eltern von ihrer Verpflichtung zur Teilnahme am Bereitschaftsdienst befreit werden könnten.

Vorbild für eine solche Praxis könne eine Regelung in Bayern sein. Dort hätten sich Kassenärztliche Vereinigung und Ärztekammer auf die Möglichkeit verständigt, junge Mütter und Väter auf Antrag von der Notfallbereitschaft zu entbinden. Winn: „Ich bin davon überzeugt, dass es sich für die Arbeitgeber lohnt, zu eruieren, wie eine solche Maßnahme an ihren Kliniken umzusetzen ist. Am Ende werden diejenigen die Gewinner sein, die sich als Erste auf neue Wege einlassen.“ Entsprechende Vereinbarungen tarifvertraglich festzuschreiben, hält Winn hingegen (noch) nicht für sinnvoll. Er appelliert vielmehr an die ökonomische Vernunft der Arbeitgeber. JF
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