ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2008Krankenhaus: Geben und nehmen
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Den Kenner der Materie verwundert es nicht, dass Herr Richter als Geschäftsführer eines großen Klinikums so seine Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes hat. Dabei verkennt Herr Richter, wie so viele, dass gerade die arztspezifischen Tarifverträge des Marburger Bundes sehr flexible Arbeitszeitregelungen zulassen (anders als z. B. der TVöD). Diese nutzen die Möglichkeiten des deutschen Arbeitszeitgesetzes, ohne den Schutz der Ärzte und ihrer Patienten vor gefährlich langen Arbeitszeiten außer Acht zu lassen. Wiederholt hat der Marburger Bund LV Bremen Beratungen zur Entwicklung gesetzes- und tarifvertragskonformer Arbeitszeitmodelle angeboten. Manch einer möchte allerdings wohl doch lieber vom Gewerbeaufsichtsamt beraten werden. Und dann verwundert es auch nicht, wenn man mehrere großformatige Anzeigen auf der Suche nach den künftigen Fachärzten (im selben DÄ) aufgeben muss. Wer gute Arbeitsbedingungen, leistungsgerechte Vergütung und eine strukturierte Weiterbildung bei flachen Hierarchien bietet, der wird auch in geografisch weniger attraktiven Regionen motivierte Ärztinnen und Ärzte finden. Allen anderen wünschen wir viel Vergnügen bei der Suche nach Ärzten für die Zielgröße 70 Prozent Facharztanteil!
Dr. Heidrun Gitter, 2. Vorsitzende des Marburger Bundes LV Bremen, Rockwinkeler Heerstraße 128, 28355 Bremen
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