POLITIK

2 Fragen an… Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD)

Dtsch Arztebl 2008; 105(34-35): A-1763 / B-1523 / C-1491

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Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD)
Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD)
Ihr Verband glaubt, die Ministererlaubnis im Fall Greifswald-Wolgast habe die öffentlich geführten Universitätskliniken nachdrücklich gestärkt. Warum?
Strehl: Die Greifswald-Entscheidung erkennt erstmals an, dass die Sicherstellung hochschulmedizinischer Forschung gegenüber rein kartellrechtlichen Erwägungen vorrangig ist. Politisch konsequent wäre es nun, diesen Vorrang gesetzlich abzusichern. Das gilt auch für die Lehre. Der Gesetzgeber muss der einseitigen Spruchpraxis des Bundeskartellamts die Grundlage entziehen. Er kann sich an dieser Grundsatzentscheidung nicht länger vorbeimogeln.

Sie halten die Fusion auch wegen des Zusammenspiels von DRG-Krankenversorgung und Forschung und Lehre für nötig. Meinen Sie damit, dass sich Universitätskliniken – wie jetzt in der Region Greifswald – verstärkt der Grund- und Regelversorgung annehmen sollen?

Strehl: Universitätskliniken betätigen sich traditionell auch in der Grund- und Regelversorgung. Für die Forschung benötigen sie diesen Zugang zum Patienten. Der Bundeswirtschaftsminister hat diesem Zusammenhang Rechnung getragen. In welchem Umfang sich ein Universitätsklinikum engagiert, kann nicht pauschal beantwortet werden. In strukturschwachen Regionen stellen sich andere versorgungspolitische Fragen als in Ballungsräumen. Übernahmen primär aus Gründen der Krankenversorgung bleiben für Universitätsklinika im geltenden Recht weiterhin schwierig bis unmöglich.
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