ArchivDeutsches Ärzteblatt17/1997Gabexat zur Prävention der ERCP-Pankreatitis

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Gabexat zur Prävention der ERCP-Pankreatitis

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LNSLNS Im Rahmen der endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikographie (ERCP) findet sich ein Anstieg der Pankreasenzyme in bis zu 70 Prozent aller Patienten. Andererseits stellt eine akute Pankreatitis jedoch ein relativ seltenes Ereignis dar. Um diese Komplikationen zu vermeiden, sind Aprotinin, Glukagon, Kalzitonin, Nifedipin, Somatostatin und Octreotide eingesetzt worden. Allerdings konnte durch den Einsatz dieser Substanzen kein überzeugendes Ergebnis erzielt werden.
Die Autoren führten eine doppelblinde Multizenter Studie durch, bei der 30 bis 90 Minuten vor dieser endoskopischen Untersuchung eine Infusion mit einem Gramm Gabexatmesilat (FOY) für zwölf Stunden angelegt wurde. Insgesamt nahmen an der Studie 418 Patienten teil. Eine Erhöhung der Pankreasenzyme fand sich bei 66 Prozent. Die Amylasewerte lagen allerdings signifikant höher in der Plazebogruppe. Über abdominelle Beschwerden klagten zwölf Patienten in der Gabexat- und 29 in der Plazebogruppe, eine akute Pankreatitis entwickelten zwei Prozent unter Gabexat und acht Prozent unter Plazebo.
Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß die prophylaktische Behandlung mit Gabexat sich positiv hinsichtlich einer möglichen Pankreasschädigung auswirkt. w
Cavallini G, Tittobello A, Frulloni L, Masci E, Mariani A, di Francesco V and the Gabexate in Digestive Endoscopy Italian Group: Gabexate for the prevention of pancreatic damage related to endoscopic retrograde cholangiopancreatography. N Engl J Med 1996; 339: 919-923.
Cattedra die Gastroenterologia Policlinico Borgo roma, via delle Menegone, 37134 Verona, Italien.

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