ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/2008Sonja Froschauer: „Ich probier’ es mal“

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Sonja Froschauer: „Ich probier’ es mal“

Dtsch Arztebl 2008; 105(34-35): A-1793 / B-1547 / C-1515

Rieser, Sabine

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Sonja Froschauer Foto: privat
Sonja Froschauer Foto: privat
Sie hat ein Fach studiert, in dem Frauen eine Minderheit sind: Physik. In ihrem 35-köpfigen Team ist es umgekehrt. So war es nicht geplant, es hat sich so ergeben. Wie die Position von Sonja Froschauer (31): Sie leitet die Stabsstelle Strategie und Versorgung für Fachärzte und Psychotherapeuten bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns. Von dort aus wird derzeit die Kampage „Gesundheitsfonds – So nicht!“ gesteuert.

Nicht, dass Froschauer nicht zielstrebig wäre. Mit 25 Jahren beendete sie ihr Studium mit dem Nebenfach Medizin und stieg bei der KV ein. Die Einführung des bayerischen Mammografie-Screenings war ihr erstes eigenständiges Projekt. „Ich fand das Gesundheitswesen immer spannend“, erzählt Froschauer. Als sie bei der KV anfing, sagte sie sich: „Ich probier’ es mal.“ Das ist ihr Motto für neue Herausforderungen geblieben. Und die gibt es reichlich. Die Körperschaft erschütterten heftige Auseinandersetzungen zwischen Haus- und Fachärzten. Neue Angebote, die die Stabsstelle Strategie mit dem Vorstand entwickelt hat, so das Callcenter Gedikom oder die Dienstleistungsgesellschaft Gediselect, werden kritisch beäugt.

Froschauer kann damit offenbar gut umgehen. Fragen nach ihren Argumenten beantwortet sie zügig und pointiert: „Wir brauchen interessante Versorgungsprojekte. Sie sichern das Honorar.“ Was ihr in der Gesundheitspolitik fehlt? Eine überzeugende strategische Ausrichtung, sagt sie. „Ich vermisse eine deutliche Vision.“ Sabine Rieser
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