ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2008Internet: Alkoholberatung per Software

MEDIEN

Internet: Alkoholberatung per Software

Dtsch Arztebl 2008; 105(36): A-1852

Krüger-Brand, Heike E.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: Fotolia
Foto: Fotolia
Eine Software soll dazu beitragen, gesundheitsschädigenden Alkoholkonsum zu verringern und riskantes Trinkverhalten zu ändern. Das Expertenprogramm „ExtrA“ (Expertentest und -ratgeber Alkohol) wendet sich an Menschen, die mehr über die Auswirkungen des Alkoholkonsums erfahren wollen oder sich Gedanken über das eigene Trinkverhalten machen. Es analysiert unter www.alkohol-selbsttest.de anonym anhand eines Fragebogens das individuelle Trinkverhalten und schickt innerhalb von Sekunden eine Rückmeldung. Der Nutzer erfährt, wie viel er im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung trinkt und inwiefern beim aktuellen Alkoholkonsum ein gesundheitliches Risiko besteht. Außerdem erhält er Tipps, ob und wie er seinen Alkoholkonsum ändern sollte.

Das Computerprogramm wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt. Die Wirksamkeit der Software als ein geeignetes und gleichzeitig wirtschaftliches Instrument, um den riskanten Umgang mit Alkohol in der Bevölkerung zu verhindern oder zu verringern, belegt eine Studie. Wissenschaftler von der Universitätsklinik Lübeck verglichen 110 Probanden, die das Expertensystem nutzten, mit 121 Probanden, die nicht am Programm teilnahmen. Nach einem Jahr hatten deutlich mehr „ExtrA“-Nutzer ihren riskanten Alkoholkonsum oder -missbrauch reduziert als Studienteilnehmer in der Kontrollgruppe.

Neueren Studien zufolge können bereits niedrige Alkoholmengen die Gesundheit gefährden. Experten raten, dass Frauen nicht mehr als zwölf Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen sollten, Männer nicht mehr als 24 Gramm (0,1 Liter Wein oder Sekt enthalten zehn Gramm Alkohol, 0,33 Liter Bier 13 Gramm). KBr
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema