ArchivDeutsches Ärzteblatt36/2008Michael Sauer: Auf Medaillenkurs bei den Paralympics

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Michael Sauer: Auf Medaillenkurs bei den Paralympics

Dtsch Arztebl 2008; 105(36): A-1853

Hibbeler, Birgit

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Michael Sauer Foto: privat
Michael Sauer Foto: privat
„So langsam kommt ein Kribbeln auf“, sagt Dr. med. Michael Sauer (50). Nur noch wenige Tage und der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie wird sich zu den Paralympics nach China aufmachen. Dort tritt er mit seinem Team im Handicap-Rudern an. „Es ist ein positives Kribbeln“, ergänzt er. Allerdings gehen Sauer und seine Bootskollegen mit hohen Erwartungen ins Rennen: 2007 wurden sie Weltmeister im gesteuerten Vierer. Und so gelten sie in Peking als Medaillenanwärter.

„Es ist ein faszinierendes Gefühl, die Qualifikation geschafft zu haben“, berichtet der niedergelassene Arzt aus Speyer. Doch für ihn ist die Teilnahme an den Paralympics weit mehr als ein Sportereignis: Nach einem Motorradunfall im Alter von 18 Jahren musste ihm der rechte Unterschenkel amputiert werden. Nun will er anderen Betroffenen Mut machen, denn: „Viele haben nach einer Amputation Motivationsprobleme.“ Sauers Einsatz zeigt: Sportlicher Erfolg ist trotzdem möglich – auch mit Behinderung und zudem bei starker beruflicher Belastung. Außerdem ist der Orthopäde mit Abstand der Älteste in dem Handicap-Vierer. Seine Teamkollegen sind allesamt unter 30. „Ich bin sozusagen der Boots-Opa“, sagt Sauer mit einem Augenzwinkern. Zwei Männer und zwei Frauen rudern den Vierer. Ihre Handicaps sind unterschiedlich: Dabei sind zum Beispiel eine Sehbehinderte und ein Sportler mit Teillähmungen des linkes Arms und Beins.

Ein wichtiges Anliegen Sauers ist es, Nachwuchs für das Handicap-Rudern zu gewinnen. Interessierte finden im Internet Informationen unter www.rudern.de. Birgit Hibbeler
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