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Dtsch Arztebl 2008; 105(36): A-1862

EB

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LNSLNS Erstattungsfähigkeit von Clopidogrel – Bereits im Juni 2008 wurde die Erstattungsfähigkeit für Clopidogrel durch eine entsprechende Arzneimittelrichtlinie im Bundesanzeiger (4. 6. 2008) deutlich eingeschränkt. Demnach tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Clopidogrel als Monotherapie nach ischämischem Schlaganfall, Herzinfarkt oder symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) nur noch dann, wenn bestimmte Zusatzdiagnosen bestehen: Vorliegen
- einer PAVK-bedingten Amputation oder Gefäßintervention
- einer diagnostisch eindeutig gesicherten typischen Claudicatio intermittens mit Schmerzrückbildung innerhalb von zehn Minuten in Ruhe oder
- einer ASS-Unverträglichkeit.
Die Erstattungsfähigkeit nur in Ausnahmefällen gilt auch für die verfügbaren Clopidogrel-Neueinführungen (Clopidogrel Hexal®, Clopidogrel-ratiopharm®).

Wie das Unternehmen Boehringer Ingelheim bekannt gibt, unterliegt sein Präparat Aggrenox® (Kombination aus Dipyridamol retard und niedrig dosiertem ASS) keinen Anwendungsbeschränkungen von Schlaganfallpatienten mit PAVK. Nach wie vor besteht für Aggrenox in vollem Umfang Erstattungsfähigkeit.

Grippe-Impfstoff von Glaxosmithkline (GSK) verfügbar – Der neue saisonale Grippe-Impfstoff Influsplit SSW® 2008/2009 ist im Handel erhältlich. Erstmals mussten die Impfstoffhersteller im Vergleich zur Vorjahressaison alle drei Impfstämme austauschen. Die neue Vakzine enthält gemäß den Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation jeweils einen ähnlichen Stamm von:
- Influenza A/Brisbane/59/2007(H1N1)
- Influenza A/Brisbane/10/2007(H3N2) sowie von
- Influenza B/Florida/4/2006.

Influsplit SSW ist ein Influenzavirus-Spaltimpfstoff, der nach einem von GSK Biologicals patentierten Verfahren ohne Konservierungsstoffe hergestellt wird. In einer Vergleichsstudie konnte gezeigt werden, dass eine Schutzwirkung bis zu zwölf Monate fortbestehen kann, also deutlich länger, als eine übliche Grippesaison dauert. EB
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