ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2008Gesundheitskarte: Ministerium will den Dialog mit den Ärzten

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Gesundheitskarte: Ministerium will den Dialog mit den Ärzten

Krüger-Brand, Heike E.

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Sie stößt bei den Ärzten auf Skepsis: die elektronische Gesundheitskarte. Foto: Vario Images
Sie stößt bei den Ärzten auf Skepsis: die elektronische Gesundheitskarte. Foto: Vario Images
Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) bewertet die im Positionspapier der Ärzte formulierte kritische Auseinandersetzung mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) positiv. „Das Positionspapier zeigt, dass die Ärzteschaft die Vorteile der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien für das Gesundheitswesen sieht und dass sie zum konstruktiven Dialog bereit ist“, sagte Dr. Stefan Bales, Referatsleiter im BMG, beim Kongress „IT-Trends Medizin“ in Essen. Bei den zentralen Forderungen bestehe zwischen der Ärzteschaft und dem BMG ein hohes Maß an Übereinstimmung, und man werde die aufgezeigten Punkte „sehr konstruktiv“ diskutieren.

Den Verlauf der bisherigen Tests in den sieben Testregionen, die parallel zum geplanten Rollout der Gesundheitskarte weitergeführt werden, beurteilte Bales als gut. Im Hinblick auf die Diskussion um die PIN-Verfahren verwies er darauf, dass verschiedene technische und organisatorische Verbesserungsoptionen erprobt und evaluiert werden müssten. Den USB-Stick als Alternative zur eGK lehnt das BMG ab, weil dieser nicht geeignet sei, den hohen Anforderungen an Datensicherheit und -verfügbarkeit nachzukommen und eine vernetzte Infrastruktur, die für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem benötigt werde, nicht ersetzen könne. Als Eckpunkte für den Rollout der eGK in der Region Nordrhein nannte er die Ausstattung der Leistungserbringer mit der notwendigen Infrastruktur, die im vierten Quartal 2008 beginnen soll, und die Ausgabe der Karten an die Versicherten in den ersten beiden Quartalen 2009. Anschließend sollen die angrenzenden Regionen ausgestattet werden. KBr
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