ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2008Pflege: Anforderungen für Betreuer festgelegt

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Pflege: Anforderungen für Betreuer festgelegt

Dtsch Arztebl 2008; 105(37): A-1874 / B-1614 / C-1578

Rabbata, Samir; ddp

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Demenzkranke in Pflegeheimen sollen künftig durch zusätzliches Personal besser betreut werden. Foto: dpa
Demenzkranke in Pflegeheimen sollen künftig durch zusätzliches Personal besser betreut werden. Foto: dpa
Zusätzliche Betreuer in Pflegeheimen müssen vor Beginn ihrer Tätigkeit gründlich auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. In einem Richtlinienentwurf, dem das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium noch zustimmen muss, hat der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) Mindestanforderungen für die Qualifikation solcher Kräfte festgelegt. Vorgesehen ist unter anderem eine Schulung von 160 Stunden und eine jährliche Fortbildung von zwei Tagen für zusätzliche Betreuer in Pflegeeinrichtungen. Dem Papier zufolge sollen die Betreuer zudem empathiefähig sein und „eine positive Haltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen“ aufweisen.

Hintergrund für den Anforderungskatalog ist eine Neuregelung der Pflegereform, wonach Pflegeheime seit Anfang Juli zusätzliches Personal für die Betreuung von geistig verwirrten Menschen einstellen und dafür von den Pflegekassen Zuschläge kassieren können. Die Bundesagentur für Arbeit will mehrere Tausend Arbeitslose auf diese Stellen vermitteln. Die Pläne sind unter Pflegeexperten umstritten.

Nach dem Gesetz dürfen den zusätzlichen Betreuern keine Arbeiten von regulären Pflegekräften übertragen werden. Vielmehr sollen sie für Alltagsaktivitäten wie Malen, Basteln oder Ausflüge eingesetzt werden. Zielgruppe seien in erster Linie ehemalige Pflegekräfte, frühere Zivildienstleistende und ehrenamtliche Helfer mit Pflegeerfahrung, sagte Klaus-Dieter Voß, Vorstand im GKV-Spitzenverband. „Es können aber auch Berufsfremde sein“, betonte er. SR/ddp
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