ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2008Sabine Kliesch: Expertin für Männergesundheit

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Sabine Kliesch: Expertin für Männergesundheit

Hibbeler, Birgit

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Sabine Kliesch Foto: UKM
Sabine Kliesch Foto: UKM
Die Gesundheitsprobleme von Mänern waren lange Zeit ein eher vernachlässigtes Thema. Am Universitätsklinikum Münster (UKM) will man das nun ändern und der Männergesundheit künftig mehr Aufmerksamkeit schenken: Das Institut für Reproduktionsmedizin wurde neu ausgerichtet und in das „Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie“ umgewandelt. Chefärztin der „Klinischen Andrologie“ in dem neuen Zentrum ist Prof. Dr. med. Sabine Kliesch (43), zuvor leitende Oberärztin in der Urologie des UKM.

Zeugungsunfähigkeit, erektile Dysfunktion und Hormonstörungen gehören zu den Schwerpunkten der Arbeit. Eng ist die Kooperation mit der Frauenklinik im Rahmen des Kinderwunschzentrums. Wichtige Themen sind für Kliesch aber auch Prävention und Vorsorge. „Hier besteht bei Männern sicherlich erheblicher Nachholbedarf“, erklärt die Urologin und Andrologin.

Über den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Männergesundheit sei vielfach nur wenig bekannt. Kliesch denkt dabei an die negativen Auswirkungen von Nikotinkonsum auf Störungen der Zeugungsfähigkeit und die Tatsache, dass Testosteronmangelerkrankungen gehäuft bei Diabetikern auftreten. Nur wenige Männer wüssten außerdem, dass Erektionsstörungen ein Frühsymptom einer sich erst viel später manifestierenden koronaren Herzerkrankung sein können. Hier sieht Kliesch einen großen Aufklärungsbedarf. Birgit Hibbeler
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