ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1996Aspirin-Prophylaxe und Blutungsrisiko

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Aspirin-Prophylaxe und Blutungsrisiko

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LNSLNS Bei der Aspirineinnahme besteht eine eindeutige Dosisbeziehung zum Blutungsrisiko. Während früher höhere Dosen bei Koronarkranken und Koronargefäßoperierten eingesetzt wurden, ist die Dosis in den letzten Jahren kontinuierlich auf 300 Milligramm und weniger reduziert worden. Über diese niedrigen Dosen und ein mögliches Blutungsrisiko existieren jedoch wenige Daten. Die Autoren führten eine Fall­kontroll­studie in fünf Krankenhäusern und eine Analyse bei 1 121 Patienten mit Ulkusblutung durch. Dabei zeigte sich, daß unter einer Aspirindosis von 75 Milligramm das Blutungsrisiko um den Faktor 2,3, bei 150 Milligramm um den Faktor 3,2 und bei 300 Milligramm um den Faktor 3,9 erhöht war. Besonders hoch schien das Risiko bei den Patienten zu sein, die nichtsteroidale Antirheumatika einnahmen. Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß auch niedrigere, zur Prophylaxe eingesetzte Aspirindosen nicht frei vom Risiko peptischer Ulkuskomplikationen sind. W
Weil J, Colin-Jones D, Langman M et al: Prophylactic aspirin and risk of peptic ulcer bleeding. Brit Med J 1995; 310: 827–830.
Queen Elizabeth Hospital, University, Birmingham B15 2TH, England

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