ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2008Gesundheitsberufe in Europa: Initiative gegen den Mangel geplant

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Gesundheitsberufe in Europa: Initiative gegen den Mangel geplant

Spielberg, Petra

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Kein Problem einzelner Länder: Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen betrifft alle. Foto: JOKER
Kein Problem einzelner Länder: Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen betrifft alle. Foto: JOKER
Viele Regionen Europas sind mit Ärzten und Pflegekräften unterversorgt. Das geht aus einem internen Papier der für Gesundheit zuständigen Abteilung der Europäischen Kommission (GD Sanco) in Brüssel hervor. Zusammen mit den EU-Ländern will die Behörde Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssituation europaweit zu verbessern. Basis hierfür wird voraussichtlich eine Richtlinie sein. Die Ausführungen sollen als Grundlage für eine öffentliche Konsultation zur Situation der Fachkräfte im Gesundheitswesen in Europa dienen. Zu dieser Gruppe zählen die Kommissionsbeamten neben Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Pflegekräften auch Fachleute aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst, Forscher, Gesundheitsökonomen und Lehrkräfte im Gesundheitswesen.

Ein Grund für den Betreuungsmangel sei die Altersentwicklung bei den Gesundheitsberufen, heißt es im Papier der GD Sanco. So sei die Zahl der Ärzte unter 45 Jahren in den Jahren 1995 bis 2000 um 20 Prozent gesunken, während die Gruppe der über 45-Jährigen im selben Zeitraum einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent verzeichnet habe. Ungünstig auf die Versorgungsdichte wirke sich auch der hohe Frauenanteil in den Gesundheitsberufen aus. Er betrage derzeit europaweit bereits 77 Prozent. Grund hierfür sei, dass Frauen häufiger als Männer ihre Karriere unterbrechen oder Teilzeit arbeiten, heißt es in dem Papier. Die Informationen der einzelnen Länder zur Situation der Fachkräfte im Gesundheitswesen seien allerdings unzureichend. ps

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