ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2008Petra Hintze: Die klinische Forschung stärken

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Petra Hintze: Die klinische Forschung stärken

Dtsch Arztebl 2008; 105(38): A-1977 / B-1699 / C-1661

Hibbeler, Birgit

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Petra Hintze Foto: DFG/Eric Lichtenscheidt
Petra Hintze Foto: DFG/Eric Lichtenscheidt
Die Rahmenbedingungen für die klinische Forschung in Deutschland könnten besser sein: Wenn Ärztinnen und Ärzte wissenschaftlich tätig sind, dann meist nach Feierabend und am Wochenende. Der Tariflohn für Mediziner, die den Hauptteil ihrer Arbeitszeit forschen, ist niedriger als der ihrer Kollegen, die am Patientenbett oder im OP stehen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat sich schon vor einigen Jahren die Stärkung der klinischen Forschung auf ihre Fahnen geschrieben. „Die praktischen Fördermöglichkeiten sind aber noch viel zu wenig bekannt“, erläutert Dr. rer. nat. Petra Hintze (42), die bei der DFG unter anderem Ansprechpartnerin für den Bereich klinische Forschung ist.

Ein Beispiel: Das Rotationsstellen-Programm. Es ermöglicht Ärzten, sich für einen begrenzten Zeitraum ausschließlich der Forschung zu widmen – in der Regel ein halbes bis ein Jahr. Ihre Stelle in der Klinik müssen sie dank des DFG-Programms nicht aufgeben. „Wir finanzieren in der Zeit eine weitere Arztstelle für die klinischen Aufgaben“, sagt Hintze. Die Personaldecke auf den Stationen sei oft dünn, die Ärzte könnten meist nicht ohne Weiteres für eine wissenschaftliche Tätigkeit freigestellt werden, wenn nicht für personellen Ersatz gesorgt werde.

Hintze weiß, wovon sie spricht. Denn die Biologin hat selbst in der klinischen Forschung gearbeitet. Sie promovierte an der Kinderklinik der Universität Bonn über proteinchemische Untersuchungen zur Zytostatikaresistenz. Für die DFG arbeitet sie seit 1995. Birgit Hibbeler
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