SUPPLEMENT: PRAXiS

Fälschungssichere Tondokumente

Dtsch Arztebl 2008; 105(40): [29]

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ein Patent für ein Verfahren erhalten, mit dem sich digital aufgezeichnete Tondokumente bei der Aufnahme so schützen lassen, dass keine unbemerkte Manipulation der Daten möglich ist (Patentschrift „Verfahren und Vorrichtung zur Sicherung der Integrität und/oder Nichtabstreitbarkeit von paketbasierter, zeitkritischer Kommunkation“, siehe www.sit.fraun hofer.de/PATENT). Im Operationssaal, in der Flugsicherung oder bei geschäftlichen Telefonaten sollen digitale Tonaufnahmen dokumentieren, was wirklich geschehen ist. Solche Aufnahmen lassen sich zwar effizient speichern, aber auch fälschen. Mit dem patentierten Verfahren lassen sich digitale Aufnahmen signieren und dadurch fälschungssicher speichern.

Digitale Tonaufnahmen bestehen aus einzelnen Datenpaketen, die nacheinander gespeichert werden. Beim patentierten Verfahren werden die Daten in einzelne Sequenzen unterteilt und signiert. Dabei werden auch Informationen über Vorgänger- und Nachfolgersequenzen gesichert, wodurch die Reihenfolge der signierten Pakete nicht mehr unbemerkt geändert werden kann. Verändert jemand etwas an der Aufzeichnung, kann festgestellt werden, wo manipuliert wurde, denn dort bricht eine der kryptografischen Signaturen. Das Verfahren kann beliebige Schlüssel und Schlüssellängen nutzen und ist kompatibel mit den in der Internettelefonie verbreiteten Standards. EB

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote