VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Tiere im Auto

rco

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LNSLNS Wer sich grob fahrlässig im Verkehr benimmt und einen Unfall verursacht, muß damit rechnen, daß die Kasko-Versicherung den Schaden nicht bezahlt. Grob fahrlässig muß aber nicht unbedingt bedeuten, daß der Autofahrer sich grob fahrlässig in seiner Fahrweise verhält. Es kann auch bedeuten, daß der Verkehrsteilnehmer sich äußerst leichtsinnig verhält. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Tiere ungesichert im Auto mitfahren.
Weil sein Hund aus dem Fußraum vor dem Beifahrersitz in den des Fahrers kletterte, wurde der Fahrer abgelenkt, reagierte falsch und verursachte einen Unfall. Die Richter des Oberlandesgerichts beurteilten das Verhalten des Autofahrers als leichtfertig, weil dieser nicht daran gedacht hatte, daß sein Hund ihn beim Fahren gefährlich stören könnte. Der Autofahrer verteidigte sich damit, daß er seinen Hund bisher häufig ungesichert mitgenommen habe, ohne durch ihn behindert oder gar gefährdet worden zu sein. Dieses Argument ließ das Gericht nicht gelten. Selbst wenn der Autofahrer bisher nicht belästigt worden sei, so würde dies nicht bedeuten, daß der Hund seinen zugewiesenen Platz irgendwann nicht doch von sich aus verlassen könne.
Wer also ein Tier im Auto mitnimmt, sollte entsprechend vorsorgen und es zum Beispiel auf der Rückbank oder dahinter transportieren und eventuell durch ein Gitter daran hindern, im Wagen herumzuspringen und den Fahrer zu stören. (OLG Nürnberg, Az.: 8 U 1482/93) rco
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