ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2008Helmut Valentin: Pionier der Arbeits- und Sozialmedizin

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Helmut Valentin: Pionier der Arbeits- und Sozialmedizin

Dtsch Arztebl 2008; 105(40): A-2109 / B-1807 / C-1767

Lehnert, Gerhard

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Helmut Valentin Foto: privat
Helmut Valentin Foto: privat
Prof. Dr. med. Helmut Valentin, emeritierter Ordinarius für Arbeits- und Sozialmedizin an der Universität Erlangen-Nürnberg, ist am 17. August im Alter von 88 Jahren gestorben. Besondere Verdienste hat er sich als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin erworben. Von 1971 bis 1985 war Valentin darüber hinaus Präsident des Medizinischen Fakultätentags der Bundesrepublik Deutschland.

Valentin, geboren 1919 in Bochum, studierte Humanmedizin in Köln, Erlangen und München. Von 1945 bis 1965 war er als Assistenz- und Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Köln (Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. H. W. Knipping) tätig. Seine Habilitation für Innere Medizin erfolgte 1956. Im März 1965 folgte er einem Ruf nach Erlangen auf den ersten ordentlichen Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialmedizin der Bundesrepublik Deutschland, den er 24 Jahre innehatte. Er setzte Maßstäbe in der arbeitsmedizinischen Forschung und Lehre. Ehrenvolle Rufe nach Düsseldorf und Hamburg lehnte Valentin ab.

In Würdigung seines Engagements wurden ihm unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Bayerische Verdienstorden und das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Bundesrepublik Österreich verliehen. Für seine Verdienste um die ärztliche Fortbildung erhielt er die Ernst-von-Bergmann-Plakette der deutschen Ärzteschaft.
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Gerhard Lehnert
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