SUPPLEMENT: Reisemagazin

Schlafen Sie gut ... in stilvollem Design

Dtsch Arztebl 2008; 105(41): [29]

Berg, Detlef

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LNSLNS Außergewöhnliche Architektur, stilvolle Möbel, künstlerisch gestaltete Zimmer – drei der schönsten Designerhotels in Deutschland

Offenheit undWeite: Das Eingangsportal führt in eine 600 Quadratmeter große und fünf Meter hohe Lobby. Foto: Hotel Gastwerk
Offenheit undWeite: Das Eingangsportal führt in eine 600 Quadratmeter große und fünf Meter hohe Lobby. Foto: Hotel Gastwerk
Gastwerk Hotel, Hamburg
Ein Bett in der Fabrik – so könnte das Motto des Hotels Gastwerk lauten, das sich im Inneren eines alten Gaswerks im Hamburger Westen eingerichtet hat. Es ist ein leuchtendes Beispiel für den Trend in der Hotellerie zu mehr Platz, mehr Licht, weniger Schnörkeln und weniger Plüsch. Schon beim Betreten der Lobby wird der Gast überrascht. Ein 600 Quadratmeter großer und fünf Stockwerke hoher Raum empfängt ihn mit Offenheit und Weite. Wo früher 5 000 Tonnen Kohle lagerten, führen nun Brücken frei durch den symmetrischen Backsteinbau mit hohen Rundbogenfenstern und verbinden verschiedene Ebenen und Gebäudeteile. Asiatische Krieger aus Stein im Eingangsbereich, die große Kirchturmuhr hinter der Rezeption, die permanent „Fünf vor Zwölf“ anzeigt, oder auch ein Monstrum von Futtermahlwerk aus der zwischenzeitlichen Nutzung des Bauwerks als Tierfutterfabrik setzen architektonische Akzente.

In den 141 Zimmern, darunter drei große Suiten und 54 individuell gestaltete Lofts, dominieren helle und freundliche Farben. Ausgewählte Designerklassiker statt standardisierter Einheitsmöbel bestimmen die Einrichtung. Originell sind auch die breiten Filzvorhänge, die anstelle von Vorhängen vor die großflächigen Sprossenfenster gezogen werden können.
Für das leibliche Wohl sorgen im Restaurant „Da Caio“ italienische Spezialitäten. Ausklingen kann der Abend in der eleganten Riva-Bar.
Informationen: Gastwerk Hotel Hamburg, Beim Alten Gaswerk 3, 22761 Hamburg, Telefon: 0 40/89 06 20, Internet: www.gastwerk-hotel.de, Doppelzimmer ab 136 Euro (ohne Frühstück).


Ehemalige Textilfabrik: Das Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel verbindet schlichte Eleganz mit Behaglichkeit.
Ehemalige Textilfabrik: Das Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel verbindet schlichte Eleganz mit Behaglichkeit.
The Pure, Frankfurt am Main
Zentral und dennoch ruhig liegt The Pure, das erste Designhotel der Mainmetropole. Kaum jemand vermutet hinter der Fassade der ehemaligen Textilfabrik im Bahnhofsviertel ein außergewöhnliches Hotel.

Das großzügige Entree mit Lobby, Rezeption, Frühstücksraum, Bar und Lounge wirkt einladend wie ein überdimensioniertes Wohnzimmer. Reine Farben und hochwertige Materialien schaffen eine Atmosphäre schlichter Eleganz, die durch wechselndes Licht in Szene gesetzt wird. Thassos glasstone, ein Glas, das wirkt wie der selten gewordene klare weiße Marmor, weißer Lack und weißes Leder zum hellgrauen Boden, dazu dezente Akzente durch Accessoires in Orange, lenken den Fokus auf das Geschehen. Ein Patio mit Wasserspielen, Bambus und Spiegeln, „fat boys“ zum Herumlümmeln und Sitzstufen aus Schiffsplanken laden zum Verweilen ein. Das Konzept des offenen Raums wurde auch in den 50 Zimmern umgesetzt: bis zu 3,70 Meter hohe Decken mit Plisseelampenschirmen, weiße Wände, teilverglaste Bäder. Hochglanz-Zebrano-Möbel und -Parkett aus Räuchereiche ergänzen die Symbiose aus Freiraum und Behaglichkeit.

Fotos: Hotel The Pure
Fotos: Hotel The Pure
Informationen: The Pure, Niddastraße 86, 60329 Frankfurt,
Telefon 0 69/7 10 45 70, Internet: www.the-pure.de,
Doppelzimmer ab 140 Euro


Verwandlung:Aus einem gesichtslosen Bürohaus machten KevinVogt undThomas Masermann ein schickes Hotel im Stil der 60er-Jahre. Fotos: Hotel Advokat
Verwandlung:Aus einem gesichtslosen Bürohaus machten KevinVogt undThomas Masermann ein schickes Hotel im Stil der 60er-Jahre. Fotos: Hotel Advokat
Hotel Advokat, München
Kevin Vogt und Thomas Masermann ist es mit relativ einfachen Mitteln gelungen, aus einem gesichtslosen Bürohaus, das einst der Firma Pfanni gehörte, ein schickes Hotel im Stil der 60er-Jahre zu machen.

Im angesagten Gärtnerplatzviertel gelegen, präsentiert sich das Dreisternehaus mit einer Inneneinrichtung, die aussieht „als ob Philippe Starck bei Ikea shoppen gegangen wäre“, befand das amerikanische Magazin „Travel & Leisure“. Türhohe Nussbaumverkleidungen an den Wänden der Lobby, bequeme Fauteuilles, bezogen mit beigegrauem Glencheck-Stoff, Würfeltische aus Travertin und bayrischer Natursteinboden, dazu witzige Kunstobjekte, aufwendige Blumenarrangements und Schalen voller frischem Obst – das sind die bestimmenden Akzente im Eingangsbereich. Die 50 Zimmer sind in warmen Erdtönen gehalten. Witz und Charme liegen im Detail: Kleiderschränke mit Glastüren und kleinen Gardinen, frische Äpfel, die aus den weißen Kissen hervorschauen, Spiegel, die die Zimmer größer erscheinen lassen und spannende Lektüre, die auf den Nachttischen bereitliegt.

Informationen: Hotel Advokat, Baaderstraße 1, 80469 München, Telefon: 0 89/21 63 10, Internet: www.hotel-advokat.de,
Doppelzimmer ab 145 Euro. Detlef Berg

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