ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2008KV Nordrhein: 500 Teilnehmer beim Innovationskongress

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KV Nordrhein: 500 Teilnehmer beim Innovationskongress

PP 7, Ausgabe Oktober 2008, Seite 437

Korzilius, Heike

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LNSLNS Rund 500 Ärzte und Psychotherapeuten haben am 6. September den 4. Innovationskongress der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein in Düsseldorf besucht. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Die Arztpraxis der Zukunft: Was erwarten die anderen – welche Praxis überlebt?“

Zwar können die Ärzte nach wie vor auf einen großen Vertrauensvorschuss ihrer Patienten bauen. Das Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt bezeichneten nach einer Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 92 Prozent der Patienten als sehr gut oder gut, betonte Dr. med. Leonhard Hansen. 93 Prozent schätzten die Fachkompetenz des Arztes als gut bis sehr gut ein, so der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein. Aber: „Die Arztpraxis existiert nicht in einem luftleeren Raum. Sie ist vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, die einen steten Wandel und Anpassung erfordern“, sagte Hansen mit Blick auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz und das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung mit der Möglichkeit, Medizinische Versorgungszentren einzurichten, böten vielfältige Optionen in der ambulanten Versorgung. „Bisher mehr oder weniger abgegrenzte Bereiche wie Praxis und Klinik werden stärker Überlappungen erfahren. Sie können in Konkurrenz zueinander auftreten oder auch für beide Seiten Vorteile und Synergieeffekte bringen“, erklärte Hansen. Die Folgen könne man zurzeit noch nicht abschätzen.

„Es bleibt nicht alles, wie es war, und wir regeln nicht wie bisher alles im Kollektivvertrag“, meinte der Staatssekretär im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Dr. Klaus Theo Schröder. „Es wird aber auch nicht so sein, dass jeder macht, was er will.“ In diesem Zusammenhang betonte er die Rolle der KVen, deren zentrale Funktion es sei, für Versorgungssicherheit zu sorgen. Dennoch zeigte sich Schröder überzeugt davon, dass das Gesundheitssystem mehr Vielfalt benötige. Er rechnet mit Einzelverträgen, „die noch über das hinausgehen, was wir jetzt haben“. HK
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