ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2008China: Unpassende Aufmachung

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China: Unpassende Aufmachung

Dtsch Arztebl 2008; 105(41): A-2157 / B-1853 / C-1806

Kayser, Winfried

60 Prozent der Ärzte in China sind Opfer oder unmittelbare Zeugen von Gewalt durch Patienten oder deren Angehörige an Kollegen geworden (DÄ 34–35/2008: „Chinesisches Gesundheitswesen: Eine Kultur ohne Vertrauen“ von Ole Döring).
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Informationen über das Gesundheitssystem anderer Länder gehören seit Langem zu den meist lesenswerten Beiträgen im DÄ. Auch der Beitrag von Dr. O. Döring vermittelt interessante Einblicke in die Situation der ärztlichen Versorgung in China und gibt Anlass zum Nachdenken. Muss aber die Redaktion des DÄ diesen Artikel auf der Titelseite so hervorheben durch Bild und Text, als hätte „Die Zeitschrift der deutschen Ärzteschaft“ (so der offizielle Untertitel des DÄ) nichts Wichtigeres auf ihrer Agenda, als Korruption und Verfall des chinesischen Gesundheitssystems zu geißeln. Frei nach dem Motto: Da doch alle Zeitungen das chinesische Olympiadoping ständig referieren, setzen wir noch eins drauf und zeigen bereits im Titel unseres offiziellen Organs, dass in China noch viel mehr Murks herrscht . . . Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht dass hier ein kritischer (und möglicherweise sachlich korrekter) Beitrag über die Verhältnisse des chinesischen Gesundheitswesens geliefert wird, ist zu kritisieren, sondern die Art der Aufmachung sowie der am Ausmaß des kritischen Fazits nachlässige Umgang mit Quellen.
Dr. med. Winfried Kayser, Lauben 2, 29451 Dannenberg
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