ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2008Onlinekommunikation: Psychologie hilft beim Bau guter Websites

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Onlinekommunikation: Psychologie hilft beim Bau guter Websites

Dtsch Arztebl 2008; 105(41): [83]

Krüger-Brand, Heike E.

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Annette Kielholz: Online-Kommunikation. Die Psychologie der neuen Medien für die Berufspraxis. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008,335 Seiten, gebunden, 44,95 Euro
Annette Kielholz: Online-Kommunikation. Die Psychologie der neuen Medien für die Berufspraxis. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008,335 Seiten, gebunden, 44,95 Euro
Statistiken zufolge unterhält inzwischen etwas mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten eine eigene Webpräsenz, und auch die E-Mail-Kommunikation in diesem Bereich nimmt zu. Dieses „Aushängeschild“ lässt sich hervorragend zur Patientenbindung und zur Eigenwerbung nutzen – man kann aber auch eine Menge falsch machen, und häufig erhalten verpatzte Webauftritte keine zweite Chance im übergroßen Angebot. Wolle man Onlinekommunikation gezielt und effizient in der beruflichen Praxis einsetzen, komme man um die Psychologie nicht herum, lautet daher die Grundthese der Autorin dieses fundierten Ratgebers zur Onlinekommunikation. Zunächst erläutert sie deren psychologische Grundlagen, thematisiert im Hinblick auf Aspekte wie Medieneigenschaften, Medienwahl, soziale Prozesse und Aufmerksamkeitssteuerung, und wendet im umfangreicheren Teil des Buches die dabei herausgearbeiteten Prinzipien auf die Praxis an.

Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Kommunikationsbemühungen über das Internet sollte stets der DAU – der dümmste anzunehmende User – sein, lautet dabei eine wichtige Empfehlung der Schweizer Diplom-Psychologin, denn, erreiche man diesen, erreiche man auch die übrigen Nutzer. Darüber hinaus sind Brauchbarkeit/Nutzen, Benutzerfreundlichkeit und Vergnügen die drei maßgeblichen Punkte für einen gelungenen Webauftritt. Auch für den richtigen Stil bei der E-Mail-Kommunikation sowie für die Gestaltung eines Newsletters gibt es hilfreiche Tipps, die man beherzigen sollte – denn Newsletter werden in den seltensten Fällen erneut abonniert, wenn sie erst einmal abgemeldet wurden.

Das Buch ist auch für Fachfremde sehr gut lesbar, übersichtlich gegliedert und praxisnah durch Fallbeispiele und Merksätze. Zusammenfassungen und Literaturhinweise am Ende größerer Kapitel erleichtern die Aufnahme beziehungsweise Vertiefung der Inhalte. Heike E. Krüger-Brand
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