ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2008Kindesmissbrauch: Prävention soll bundesweit greifen

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Kindesmissbrauch: Prävention soll bundesweit greifen

Dtsch Arztebl 2008; 105(42): A-2187 / B-1879 / C-1831

Gieseke, Sunna

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Sexuellen Missbrauch verhindern: Das „Präventionsprojekt Dunkelfeld“ richtet sich an pädophile Männer.
Sexuellen Missbrauch verhindern: Das „Präventionsprojekt Dunkelfeld“ richtet sich an pädophile Männer.
Das „Präventionsprojekt Dunkelfeld“, ein Programm zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung, soll nun bundesweit ausgebaut werden. Bisher organisiert ausschließlich die Charité – Universitätsmedizin Berlin die präventiven Maßnahmen für Männer mit pädophiler Neigung. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte Anfang Oktober Vertreter der Justiz- und Ge­sund­heits­mi­nis­terien der Länder nach Berlin eingeladen. Gemeinsam mit dem Leiter des Dunkelfeld-Projekts, Prof. Dr. med. Klaus Beier, diskutierten sie darüber, wie das Präventionsprojekt flächendeckend auf alle Bundesländer übertragen werden könnte.

Bereits 2004 wurde das Projekt an der Berliner Charité initiiert, um potenziellen Tätern zu helfen und zugleich sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern. „Eine konsequente strafrechtliche Verfolgung von sexuellem Kindesmissbrauch ist zwar unerlässlich, sie macht aber keine Taten ungeschehen. Erfolgreiche Präventionsarbeit ist der beste Opferschutz“, sagte die Bundesjustizministerin. Auf Dauer könne aber die Charité das Projekt nicht allein für ganz Deutschland aufrechterhalten. Es wird seit diesem Jahr zusätzlich vom Bundesministerium der Justiz gefördert. sun
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