ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2008EU-Gesundheitssysteme: Deutliche Unterschiede in der Qualität

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EU-Gesundheitssysteme: Deutliche Unterschiede in der Qualität

Dtsch Arztebl 2008; 105(42): A-2190

Spielberg, Petra

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Die Säuglingssterblichkeit in Rumänien ist sechsmal so hoch wie in Schweden. Foto: dpa
Die Säuglingssterblichkeit in Rumänien ist sechsmal so hoch wie in Schweden. Foto: dpa
Innerhalb der Europäischen Union (EU) gibt es ausgeprägte Unterschiede bei der Gesundheitsversorgung. So hinken die osteuropäischen Mitglieder den alten EU-Ländern sowohl bei der Qualität ihrer Gesundheitssysteme als auch hinsichtlich des Gesundheitszustands der Bevölkerungen weit hinterher. Die EU-Kommission geht dennoch davon aus, dass die osteuropäischen Staaten langfristig aufholen werden. Dies wurde auf dem diesjährigen Europäischen Gesundheitsforum im österreichischen Gastein deutlich.

Ein Beispiel für die gravierenden Unterschiede ist die Säuglingssterblichkeit. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind im ersten Lebensjahr stirbt, ist in Rumänien sechsmal so hoch wie in Schweden“, sagte Alojz Peterle von der Initiative „Europaabgeordnete gegen Krebs“. Die Sterblichkeitsraten bei Krebserkrankungen seien so unterschiedlich, „dass wir für den Gesundheitsbereich von einem Eisernen Vorhang durch Europa sprechen können“.

Andrzej Rys, Generaldirektion für Gesundheit der Europäischen Kommission, machte unter anderem die unterschiedliche wirtschaftliche Situation in den Ländern für die Kluft in der gesundheitlichen Versorgung verantwortlich. Mit gezielten Maßnahmen könne zwar auch kurzfristig einiges erreicht werden, aber eine vollständige Beseitigung der Unterschiede sei zweifellos nur langfristig möglich. ps
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