Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
. . . So wie das „Igeln“ indes gedacht und immer systematischer installiert ist und entsprechend oft gehandhabt wird, bleibt es trotz aller Beschwichtigung unethisch. Dort, wo Verkaufsgespräche oder Verkaufswerbungen in den Praxen parallel oder sogar vor den Behandlungen stattfinden und nicht als (früher schon immer übliche) „ultima ratio“ einer Behandlung oder als initialer Patientenwunsch, besteht zumindest der dringende Verdacht, dass es primär um das Bedürfnis des Arztes (nach Verdienst) und nicht wirklich um das Bedürfnis der Patienten geht. Dann aber ist eine ethische Grenze überschritten. Der Arzt wirbt und handelt als Kaufmann mit einer anderen Ethik als als Mediziner. Das Hinterlistige dabei ist, dass die Patienten diesen Übergang oft gar nicht durchschauen. Die Behauptung, dass das Arzt-Patienten-Vertrauensverhältnis unter dem „Igeln“ nicht leidet, ist deshalb der Gipfel einer verlogenen Augenwischerei. Patienten stellen sich doch ohnehin schwerlich gegen den, von dem sie Heilung erwarten. In dieser Abhängigkeit werden sie nun ausgenutzt . . .
Dr. med. Karl-Rüdiger Hagelberg, Alte Rabenstraße 14, 20148 Hamburg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema