ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2008Rückenschmerzen: Ergänzung
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Es ist erfreulich, dass der Bedeutung myofaszialer Schmerzen im DÄ, nach dem ausführlichen Artikel über Muskelschmerzen von Prof. Mense (DÄ, Heft 12/2008), Rechnung getragen wird. Die Aussage der Überschrift, dass der größte Teil der Rückenschmerzen myofaszial bedingt ist, wird von mir bedingungslos unterstützt. Sinnigerweise wird in dem Artikel ein Untersuchungsgang, allerdings in sehr verkürzter Form, zum Ausschluss anderweitiger Ursachen eines chronischen Rückenschmerzes dargelegt. Leider wird auf die wichtige Untersuchung der Muskulatur selbst nur sehr wenig eingegangen. Es ist ebenfalls sehr zu bedauern, dass keine weitere spezifische Behandlungstechnik als die der postisometrischen Relaxation nach Jones/Lewit beschrieben wird, die sicherlich unter den ärztlichen Methoden einen geringeren Stellenwert einnimmt. Myofasziale Triggerpunkte (MTrP) lassen sich nämlich sehr wohl exakt und spezifisch mittels vielerlei ärztlicher Techniken erfolgreich behandeln, hier zu nennen wären das sogenannte Dry Needling mittels Akupunkturnadeln, MTrP-Infiltration und die fokussierte Stoßwellentherapie (niedrigenergetisch).
Dr. med. Hannes Müller-Ehrenberg, Tibusplatz 6, 48143 Münster
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