ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2008Optische Technologien: Forschungsprojekte in der Medizintechnik

TECHNIK

Optische Technologien: Forschungsprojekte in der Medizintechnik

Dtsch Arztebl 2008; 105(42): A-2234 / B-1912 / C-1860

EB

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LNSLNS Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik, Berlin (www.forschung-fom.de), fördert unter ihrem Dach drei Forschungsprojekte im Bereich Medizintechnik mit insgesamt 700 000 Euro:
- Gemeinsam mit dem Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm und dem Klinikum für Neurologie des Universitätsklinikums Ulm wird im Projekt „Optima“ ein neues optisches Verfahren auf der Basis der In-vivo-FLIM-Technik („fluorescence lifetime imaging microscopy“) mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung entwickelt, um die Dynamik und die Interaktion von Proteinen, die bei der Alzheimer-Demenz eine Rolle spielen, zu verfolgen.
- Das Projekt „Komet“ (Kunststoffoptiken mit modifizierten Oberflächen für die Medizintechnik) beschäftigt sich mit der wichtigsten optischen Funktion von Kunststoffoberflächen, der Reflexminderung. Dabei wird ein neues Verfahren entwickelt, bei dem in einem Plasma-Ionen-Ätzprozess Nano- und Mikrostrukturen auf Polymethylmethacrylat-Oberflächen erzeugt werden, die unter anderem zu einer deutlichen Reflexminderung führen. Eingesetzt werden diese Materialien bei Intraokularlinsen, ebenso zur Entspiegelung und Hydrophobie für Koloskop-Optiken oder zur Verbesserung der Proteinabsorption auf Biochips.
- Beim Projekt „OCT-gestützte Laryngoskopie“ werden der Aufbau und die Erprobung eines Laryngoskops (Kehlkopfspiegel) mit integrierter OCT-Bildgebung (= optische Kohärenztomografie) zur Beurteilung von Stimmlippenveränderungen entwickelt. Die Eindringtiefe der verwendeten nahinfraroten Strahlung von bis zu zwei Millimetern reicht dabei aus, um schichtübergreifende Prozesse in der Stimmlippenmorphologie darzustellen und gutartige von bösartigen Gewebsveränderungen zu unterscheiden. Dabei ist die eingesetzte Strahlung unschädlich für den Patienten.

Die Forschungsvereinigung fördert Projekte über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums. EB
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