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Dtsch Arztebl 2008; 105(42): A-2237

EB

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LNSLNS HPV-Test für das Primärscreening des Zervixkarzinoms – Frauen ab 30 Jahren sollten als Teil der Vorsorgeuntersuchung des Zervixkarzinoms routinemäßig auch auf eine HPV- (humanes Papilloma-Virus)-Infektion getestet werden. Dieses Vorgehen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in ihren neuen S2-Leitlinien zur „Diagnostik und Therapie der HPV-Infektion des weiblichen Genitals“. Der HPV-Test sollte in Kombination mit der zytologischen Untersuchung einhergehen. Zudem empfiehlt die Gesellschaft, dass Labore die von Quiagen entwickelte Hybrid-Capturex®- 2(HC2)-Technologie (digene® HPV-Test) verwenden. Der Digene-HPV-Test wurde bereits in einer Vielzahl von klinischen Studien mit mehr als 300 000 Frauen validiert. In Deutschland erstatten die meisten privaten Kran­ken­ver­siche­rungen den Test als Ergänzung des zytologischen Primärscreenings. EB

Inhalatives Cortison bei Rauchern weniger wirksam* – Nicht jeder Asthmapatient, der auf die Standardtherapie mit inhalativen Steroiden schlechter als erwartet anspricht, hat sein Medikament falsch oder zu selten angewandt. Bei Rauchern ist der Nutzen der Steroide offensichtlich vermindert. Zur besseren Kontrolle der Symptome empfiehlt sich ein additives zweites Therapieprinzip. Nach den Ausführungen von Prof. Neil Thomson (Glasgow/Großbritannien) sind etwa 20 bis 25 Prozent der erwachsenen Asthmatiker Raucher, von den notfallmäßig Behandelten sogar 40 Prozent. Ein 60-jähriger Raucher mit Asthma weist laut Thomson eine um ein Drittel schlechtere Lungenfunktion auf als ein nicht rauchender Asthmatiker. Diese Patienten erleiden nach einer Untersuchung in den USA unter der Standardbehandlung mehr Exazerbationen, mehr nächtliche Anfälle und häufiger Notfallsituationen. Als Kombination der ersten Wahl nannte der Referent Leukotrien-Antagonisten. In einer Studie mit Montelukast (Singulair®) wurde dabei ein verbesserter Peak-Flow nachgewiesen. Für Steroide in Verbindung mit lang wirkenden Beta-Agonisten konnte eine verminderte Rate an Exazerbationen gezeigt werden. Für die additive Wirkung von niedrig dosierten Theophyllinen liegen nur wenige Daten vor. Gegen die Alternative einer hoch dosierten Steroidgabe wiederum sprechen die Nebenwirkungen bei Langzeittherapie. Le

*Symposium „New Insights into the Role of Inflammation
in Diverse Asthma Phenotypes“ im Rahmen des XXVII. Congress of the European Academy of Allergology, Asthma and Clinical Immunology“ in Barcelona, Veranstalter: MSD

Fußpflegetipps für Diabetiker – Um die Aufklärung der Diabetiker über die richtige Fußkontrolle und -pflege sowie über sinnvolle Präventionsmaßnahmen zu unterstützen, bietet Wörwag-Pharma Informationskarten an, die den Patienten mit auf den Weg gegeben werden können.

Kurz und prägnant sind hier die wichtigsten Hinweise und Tipps zur Gesunderhaltung der gefährdeten Diabetikerfüße zusammengefasst, wobei sich jede der vier Karten einem anderen Themenschwerpunkt widmet:
- den Ursachen und Symptomen der Neuropathie
- der richtigen Pflege und Kontrolle der Füße
- der wirksamen Pflege der Füße von innen beziehungsweise dem Nervenschutz mit dem Wirkstoff Benfotiamin
- und der Motivation zur regelmäßigen Fußkontrolle und -pflege: Kontrollpunkte für jeden Tag des Monats erinnern an den täglichen Fußcheck und das wöchentliche Pflegeprogramm.
Fußpflege-Informationskarten können angefordert werden bei Wörwag-Pharma GmbH & Co. KG, Calwer Straße 7, 71034 Böblingen, Telefon: 0 70 31/62 04-0, Fax: 0 70 31/62 04-99, info@woerwagpharma.de. Informationen im Internet unter: www.milgamma.de.

Neue Indikation für Imatinib – Novartis gibt bekannt, dass das Zulassungsdossier für sein Präparat Glivec® (Wirkstoff Imatinib) für die adjuvante Therapie c-kit-positiver gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) angenommen worden ist. Damit wird GIST-Patienten erstmals eine wirksame postoperative systemische Therapie zur Verfügung stehen, um das teilweise hohe Rezidivrisiko zu reduzieren. Mit der Expanded-Access-Studie RELAX ermöglicht Novartis den Betroffenen bis zur Zulassung einen Zugang zu diesem wirksamen Medikament.

Kausale Therapie der opioidinduzierten Obstipation – der peripher wirkende Opioid-Rezeptor-Antagonist Methylnaltrexon (MNTX, Relistor®) hat die Zulassung zur Therapie der opioidinduzierten Obstipation erhalten. Der erste Vertreter eines neuen, kausalen Wirkprinzips ist bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, die palliative Pflege erhalten und die unzureichend auf die üblichen Laxanzien ansprechen, indiziert. Grundlage für die Zulassung sind zwei Phase-III-Studien, in denen Relistor® (Wyeth-Pharma) den obstipierenden Effekt von Opioid-Schmerzmedikationen auf den Magen-Darm-Trakt behandelt, ohne dabei die schmerzstillende Wirkung von Opioiden zu beeinträchtigen. Relistor wird durch subkutane Injektionen verabreicht.

Blutzuckerbalance durch Inkretinschutz – Die Berlin-Chemie AG hat für Velmetia® die Zulassung zur Behandlung des Typ-II-Diabetes erhalten. Die Fixkombination aus dem DPP-4-Hemmer und dem Biguanid ist in den Stärken 50 mg Sitagliptin/850 mg Metformin sowie 50 mg Sitagliptin/1 000 mg Metformin erhältlich und wird zweimal täglich eingenommen. Velmetia ist zugelassen, wenn Diät und Bewegung sowie die Monotherapie mit Metformin in der maximal vertragenen Dosis allein den Blutzucker nicht senken oder wenn Sitagliptin und Metformin in freier Kombination bereits eingesetzt werden. EB
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