ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2008Ärzte in der NS-Zeit: Jury vergibt Preise für Forschungsarbeiten

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Ärzte in der NS-Zeit: Jury vergibt Preise für Forschungsarbeiten

Gerst, Thomas

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LNSLNS Zum zweiten Mal nach 2006 wird in diesem Jahr der Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus, gemeinsam ausgeschrieben vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, verliehen. Eine von den Preisstiftern sowie vom Zentralrat der Juden in Deutschland und vom Bundesverband jüdischer Ärzte in Deutschland benannte Jury hat die Entscheidung über die vier Preisträger getroffen. Die Preisverleihung wird anlässlich einer Gedenkveranstaltung für die vertriebenen und die ermordeten jüdischen Ärzte Berlins am 5. November in der Berliner Neuen Synagoge stattfinden.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr mit einem Preis in Höhe von 3 000 Euro die folgenden Forschungsarbeiten:
- Barbara Huber: Der SS-Zahnarzt Dr. Willy Frank. Eine Biographie
- Gerrit Hohendorf, Petra Fuchs, Maike Rotzoll, Ulrich Müller, Paul Richter: Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst. Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen „Euthanasie“
- Annette Hinz-Wessels: Das Robert Koch-Institut im Nationalsozialismus
Einen Sonderpreis in Höhe von 1 000 Euro erhielt
- Jasmin Beatrix Mattes für ihre Dissertation: Die Stationsbenennungen des Klinikums der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Erinnerungskultur, kollektives Gedächtnis und Umgang mit nationalsozialistischer Vergangenheit. TG

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