ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2008Prophylaxe: Thrombose-Forschung soll verstärkt werden

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Prophylaxe: Thrombose-Forschung soll verstärkt werden

Stüwe, Heinz

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LNSLNS Die Thrombose-Prophylaxe soll in das Gesundheitsforschungsprogramm der Bundesregierung aufgenommen werden. Zumindest will sich Rolf Schwanitz, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, bei der in diesem Herbst anstehenden Novellierung des Programms dafür einsetzen. Bei einem von Sanofi-Aventis unterstützten Expertentreffen der Thrombose-Initiative e.V. in Berlin beklagten neben Schwanitz auch mehrere Wissenschaftler, dass es keine zufriedenstellenden Daten über die Häufigkeit von Thrombosen und Lungenembolien in Deutschland gebe. Die Fachleute haben keine Erklärung dafür, dass sich die Zahl von rund 7 000 Todesfällen durch Lungenembolien jährlich, die das Statistische Bundesamt auf der Basis der Angaben auf den Todesscheinen nennt, in den vergangenen 25 Jahren nicht wesentlich geändert hat. Das Robert-Koch-Institut solle dieses Thema in seiner Gesundheitsberichterstattung stärker berücksichtigen, sagte Schwanitz.

Von Ärzten wurde beklagt, dass Geld für industrieunabhängige klinische Studien auf diesem Gebiet fehle. So sei nicht klar, ob physikalische Prophylaxemaßnahmen wie Antithrombosestrümpfe nicht wirksamer seien als Medikamente. Die Thrombose-Initiative will in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für das Krankheitsbild der venösen Thromboembolie schärfen. Stü

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