ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2008Geburtshilfe: Nihil nocere
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Seit Jahren beobachten viele Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit großer Sorge die erschreckende Zunahme von Kaiserschnittgeburten. Die Argumentation, zu wenig Personal, zu wenig Zeit, ist vordergründig und abwegig. Bei im Verhältnis weniger Personal, weniger finanzielle Mittel wurde in den Jahren 1960 bis 1990 in der Geburtshilfe nur bei fünf Prozent ein Kaiserschnitt vorgenommen. Hier ist etwas faul im Staate Deutschland! Es ist zu prüfen, ob Bequemlichkeit, finanzielle übergroße Ansprüche von Ärzten und Krankenhäusern oder sogar fachliche Insuffizienz von Geburtsleitung für diesen nicht vertretbaren Anstieg von Kaiserschnitten verantwortlich sind. Es ist dringend geboten, dass sich die Verantwortlichen der Ärzteschaft, der Krankenhäuser und der Gesundheitspolitik an einen Tisch setzen, um dem Grundsatz in der Medizin zu dienen: „Nihil nocere“.
Dr. med. Horst Pomp, Plattenweiler 23, 45239 Essen
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema