ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2008Arzneimittelversorgung – TK-Chef: Positivliste mit Industrie verhandeln

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Arzneimittelversorgung – TK-Chef: Positivliste mit Industrie verhandeln

Korzilius, Heike

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LNSLNS Der Vorstandsvorsitzende der Techniker-Krankenkasse, Prof. Dr. Norbert Klusen, hat sich für kassenindividuelle Positivlisten für Medikamente ausgesprochen. Die Basis dafür bilden Preisverhandlungen mit pharmazeutischen Unternehmen. „Wir kaufen ein, was unsere Patienten brauchen. Das habe ich immer vertreten“, betonte Klusen beim „6. Kongress zum Fortschritt im Gesundheitswesen von morgen – Innovation und Gerechtigkeit“, den das Forschungsinstitut IGES am 23. Oktober in Berlin veranstaltet hat.

Der IGES-Vorsitzende, Prof. Dr. Bertram Häussler, hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Krankenkassen von Januar 2009 an Erstattungshöchstbeträge auch für innovative Arzneimittel festsetzen könnten. Es bestehe die Gefahr, dass die Kosten teurer patentgeschützter Arzneimittel dann nicht mehr voll zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet und deren Versicherte zumindest temporär vom medizinischen Fortschritt abgeschnitten würden. Um möglichst vielen Versicherten aber die Teilhabe am medizinischen Fortschritt zu ermöglichen, schlug Häussler die Einführung einer Innovationsversicherung vor. „Diese Versicherung tritt im Krankheitsfall für eine moderne Behandlung ein, die von den Kassen noch nicht bezahlt wird. Sie könnte in der Art eines Sparvertrags ausgestaltet werden“, sagte der IGES-Vorsitzende. Das Modell sei allerdings nur als Zusatzversicherung gedacht. HK
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