ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2008Chronische Erkrankungen: Defizite bei Rückkehr ins Berufsleben

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Chronische Erkrankungen: Defizite bei Rückkehr ins Berufsleben

Dtsch Arztebl 2008; 105(44): A-2302

Spielberg, Petra

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LNSLNS Rund 20 Prozent aller EU-Bürger im berufsfähigen Alter leiden an einer Langzeiterkrankung. In erster Linie handelt es sich um Krebspatienten. Aber auch Rheuma- und Dialysepatienten zählen dazu. Das hat eine von der SPD-Europaabgeordneten Karin Jöns initiierte Studie des Europäischen Parlaments ergeben. Die Studie zeigt, dass chronisch Kranke nach einer akuten Krankheitsphase gern wieder ins Berufsleben zurückkehren würden. Dies sei aber aufgrund von direkten und indirekten Diskriminierungen in vielen EU-Staaten oft unmöglich.

Die Rückkehr von Langzeiterkrankten in den Beruf gelingt der Studie zufolge in Schweden und Finnland am besten. Etwa ein Drittel aller chronisch Kranken kehrt hier wieder ins Berufsleben zurück. Am schlechtesten gelingt die Wiedereingliederung in Griechenland, Malta, Italien und Spanien. Deutschland liegt im Mittelfeld. „Nach wie vor kaufen sich viele deutsche Arbeitgeber über die Ausgleichsabgabe von der Verantwortung frei, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Ganz zu schweigen davon, dass es an klaren Regelungen für chronisch Kranke fehlt“, kritisiert Jöns. Sie fordert eine EU-weit einheitliche Definition sowohl von chronisch Kranken als auch von Menschen mit Behinderungen. ps
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