ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2008Patientenselbsthilfe: Kodex soll Unabhängigkeit sichern

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Patientenselbsthilfe: Kodex soll Unabhängigkeit sichern

Dtsch Arztebl 2008; 105(44): A-2302

Korzilius, Heike

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Pharmaunternehmen müssen künftig offenlegen, welche Organisationen der Patientenselbsthilfe sie unterstützen. Dabei müssen sie sowohl finanzielle Hilfen als auch die indirekte Förderung durch besondere Serviceleistungen oder Schulungen angeben. Das sieht der „Kodex Patientenorganisation“ vor, den der Verein Freiwillige Kontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) Mitte Oktober vorgelegt hat.

Wie der FSA mitteilte, soll der Kodex dazu beitragen, die Neutralität und Unabhängigkeit der Patientenorganisationen zu wahren und eine ethisch einwandfreie Zusammenarbeit zu gewährleisten. Unter anderem stellt das Regelwerk klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Selbsthilfe nicht darauf abzielen darf, die wirtschaftlichen Interessen der Firmen zu fördern. Patientenorganisationen dürfen deshalb keine Empfehlungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel aussprechen. Die Einhaltung der Regeln wird nach Angaben des FSA von dessen Schiedsstelle überwacht. Dem Verein gehören 82 pharmazeutische Unternehmen an, weitere 19 erkennen dessen Verhaltensregeln an. HK
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