ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2008Pro & Kontra: Finanzielle Anreize für postmortale Organspenden

POLITIK

Pro & Kontra: Finanzielle Anreize für postmortale Organspenden

Dtsch Arztebl 2008; 105(44): A-2308 / B-1972 / C-1920

Klinkhammer, Gisela

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Foto: Keystone
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Sollen finanzielle Anreize für postmortale Spenden zulässig werden, um das Problem des nach wie vor bestehenden Organmangels zu lösen?

Zum Thema: Aller Anstrengung zum Trotz konnte der Organmangel bisher nicht zufriedenstellend bekämpft werden. Gegenwärtig befinden sich rund 20 000 Patienten auf der Warteliste. Angesichts der demografischen Entwicklung kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich der Organbedarf künftig verringern wird. In jüngster Zeit werden verstärkt Maßnahmen diskutiert, wie das Organaufkommen erhöht werden kann. Die Vorschläge reichen von einer strukturellen Verbesserung in ex- und transplantierenden Krankenhäusern, der Einführung der Widerspruchslösung, der Förderung der Lebendspende bis hin zur Forderung eines freien Markts für Organhandel. Eine weitere Möglichkeit wären moderate finanzielle Anreize für postmortale Spenden. Eine Pro- und eine Kontraposition werden auf diesen Seiten vorgestellt.

Bei einem wissenschaftlichen Symposium der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) zum Novellierungsbedarf des Transplantationsrechts in Deutschland, das am 12. und 13. November im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin stattfindet, wird über Anreizsysteme zur Förderung der Spende sowie zahreiche weitere Themen referiert. Dazu BÄK-Präsident Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe: „Wesentliches Ziel ist es, die Erfahrungen mit dem deutschen Transplantationsgesetz zu resümieren und unterschiedliche Einschätzungen von Wissenschaftlern, Praktikern und politischen Verantwortungsträgern zu diskutieren. Aus dieser Diskussion sollen Änderungs- und Ergänzungsvorschläge für das deutsche Transplantationsrecht hervorgehen.“ Anmeldung: Bundes­ärzte­kammer, Telefon: 0 30/40 04 56-4 68. Nähere Informationen unter www.bundesaerztekammer.de/event.asp?his=&id=32 Kli
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