ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2008Herzschrittmacher: Risiko durch Haushalts- und Freizeitgeräte

TECHNIK

Herzschrittmacher: Risiko durch Haushalts- und Freizeitgeräte

Dtsch Arztebl 2008; 105(44): A-2342

EB

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LNSLNS Für Patienten mit einem Herzschrittmacher können im Alltag verbreitete Geräte wie Bohrmaschinen, Funkgeräte, Heizdecken, Induktionsherde, Magnete (Lautsprecher) und Schweißgeräte, aber auch Stromunfälle riskant werden. Das gilt auch für therapeutische Stromanwendungen wie TENS. Diebstahlsicherungen in Kaufhäusern zum Beispiel sollten rasch durchschritten werden, um Störungen durch elektromagnetische Interferenz (EMI) zu vermeiden. Darauf verwiesen Experten bei der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Hamburg (www.dgk.org). So seien bei akustomagnetischen Diebstahlsicherungen bei 96 Prozent der Fälle EMI beobachtet worden, die einen Herzschrittmacher beeinflussen können, hieß es.

Nach neueren Daten können einige digitale Musikabspielgeräte – iPods, nicht jedoch MP3-Player – Schrittmacher beeinflussen, wenn sie in unmittelbarer Nähe von weniger als drei Zentimetern zum Gerät benutzt werden. Mobiltelefone können Schrittmacher prinzipiell vor allem bei Empfang eines Anrufs kurz vor Ertönen des Klingeltons beeinflussen. Die Einführung spezieller Filter macht heutige Schrittmacher jedoch weitgehend unempfindlich gegenüber Mobilfunk. Zur Sicherheit wird empfohlen, Handys im Abstand von mindestens fünf Zentimetern vom Schrittmacher zu führen. Bei technisch einwandfreier Funktion sei allerdings die große Mehrzahl der Geräte in Haushalt und Freizeit unbedenklich, so das Fazit. EB
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